Zweibrücken Zur Sache: Hojer und Bestvater am Samstag vorne

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Der Frankfurter Jan Hojer und die Münchenerin Monika Retschy sind die neuen deutschen Meister in der Kletterdisziplin Bouldern. Profi Hojer sicherte sich am Samstagabend an der Außenwand des Zweibrücker Kletterzentrums Camp 4 im dritten Wettkampf um den Deutschen Bouldercup den dritten Sieg und kletterte als einziger Teilnehmer der Männerkonkurrenz alle 13 Boulder in Qualifikation, Halbfinale und Finale bis zum Ende durch. Retschy, die zuvor die Wettkämpfe in Hannover und Köln gewonnen hatte, schied dagegen im Halbfinale aus (wir berichteten in RHEINPFALZ am SONNTAG), konnte in der Gesamtwertung aber nicht mehr überholt werden. Die 20-jährige Weimarerin Alma Bestvater gewann den Damen-Wettkampf, sie bewältigte als einzige Starterin alle Aufgaben. „Im Halbfinale lief es ganz gut, als ich die ersten beiden Boulder geklettert war, war ich recht entspannt“, sagte Hojer. Er schaffte dort alle vier Herausforderungen im ersten Versuch. „Im Finale musste ich für den Gesamtsieg nur Dritter werden“, hatte der Europameister von 2015 die Voraussetzung für den Titel im Hinterkopf. Doch es lief erneut gut, nach den ersten zwei Bouldern war klar, dass ihm der Titel nicht mehr zu nehmen ist, zumal es ihm als einzigem Finalisten gelang, den dritten Boulder bis zum Top durchzuklettern. Im zehnten Versuch schaffte er es bis ganz nach oben, die 500 Zuschauer auf der Paletten-Tribüne waren aus dem Häuschen. Zweibrücker Starter schafften es am Samstag nicht ins Finale. Dominik Leinenbach verpasste die Endausscheidung denkbar knapp um einen Bonus. Im Damenfeld schlug sich die A-Jugendliche Luna Friedrich wacker, erreichte Platz acht. Mit einer bemerkenswerten Leistung sicherte sich Alma Bestvater den Tagessieg bei den Damen. Die frisch gebackene Abiturientin lieferte sich ein packendes Duell mit Lilli Kiesgen aus Bad Vilbel. Die Hessin schaffte die ersten drei Boulder im ersten Anlauf, lag vorne. Am vierten musste sie passen, verfehlte den Top nur ganz knapp. „Der letzte war am schwersten“, räumte Bestvater ein. In Zweibrücken hat es ihr gut gefallen, „es ist ganz cool, wenn es outdoor ist“, sagte sie. (daa)

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