Zweibrücken Zur Sache: Das Pilotprojekt
„Frühkindliche Karies vermeiden“ heißt das Projekt, das die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz mit Unterstützung von Gesundheitspartnern in der Südwestpfalz starten. Ziel ist es, den zunehmenden Kariesbefall bei Ein- bis Dreijährigen zu stoppen, indem Zahnärzte Kinder vom ersten Milchzahn an betreuen. Drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zwischen dem 6. und 29. Lebensmonat gibt es ab sofort zusätzlich; sie werden im Kinderuntersuchungsheft vermerkt. Bei den Untersuchungen U 5 bis U 7 verweist der Kinderarzt dafür verbindlich an den Zahnarzt; Zahnärzte hatten laut KZV spezielle Schulungen. Die Eltern bezahlen nichts; die Kosten trägt bis zur Regelung auf Bundesebene die KZV. Die Südwestpfalz wird damit erneut zur Pilotregion: 1982 entstand hier mit dem Ziel der Prävention die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege, die zum Muster für heute 23 Arbeitsgemeinschaften in Rheinland-Pfalz wurde. Heute gibt es sogenannte Gruppenprophylaxe mit der Hinführung zur richtigen Zahnpflege in Kindergärten und in Schulen. Seit etwa fünf Jahren werden auch Kleinkinder betreut: Fachreferentinnen gehen gezielt in Krippengruppen. |tre