Zweibrücken Zeitstrafen-Festival

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«MÜLHEIM.» Noch am Tag nach dem Spiel beim TV Mülheim, das die Herren von Handball-Oberligist SV 64 Zweibrücken mit 25:26 (13:8) verloren hatten, war der Ärger über die Schiedsrichterleistung nicht verraucht (die RHEINPFALZ berichtete).

Bis zur 38. Minute führten die Zweibrücker, mussten dann, nach einem Zeitstrafen-Festival, das nichts mit dem fairen Spielgeschehen der beiden Teams zu tun hatte, fast ständig in Unterzahl spielen und unterlagen am Ende in Mülheim. Max Zerwas, kommende Saison Drittliga-Spieler, traf in der Schlusssekunde zum Endstand. Es war sein elftes Tor, es fiel korrekt, gerade noch in der Spielzeit. Da stand Zweibrücken mal wieder nur zu fünft auf dem Feld. Die langen Abwehrkerls mit Tom Grieser und Till Wöschler waren nicht mehr dabei, weil sie nach der dritten Zeitstrafe jeweils die Rote Karte gesehen hatten. „Wir können selbstverständlich verlieren, wir gönnen den Mülheimern den Sieg. Wir können eingestehen, dass wir nicht unsere Top-Leistung gebracht haben. Aber auch wenn dem nicht so war, hatten wir das Spiel problemlos im Griff, bis die Schiedsrichter eingriffen“, fasste SV-Trainer Stefan Bullacher das Geschehen noch mal zusammen. Es begann eigentlich gut für die Zweibrücker: 5:1 führten sie nach neun Minuten. „Obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich gut gespielt hatten“, meinte Bullacher. Mülheim kam, dank der Wurfkraft von Zerwas, langsam besser ins Spiel, verkürzte auf 6:7. Bullacher nahm eine Auszeit, stellte um. Die Rückraumspieler Christopher Huber und Niklas Bayer, die nicht ihre Form fanden, gingen raus. Tom Grieser wechselte vom Kreis in den Rückraum, und Lukas Majbik übernahm neben Spielmacher Tim Schaller die dritte Rückraum-Position. „Ab da lief es klar besser“, erkannte der SV-Trainer. Zweibrücken zog weg, führte nach 30 Minuten 13:8. „Und das verdient“, fand Bullacher. Mülheim kämpfte, konnte den Abstand zunächst aber nicht verkürzen. Mit 18:12 lag Zweibrücken in der 39. Minute noch vorne. „Und dann ging es richtig los“, war das für Bullacher der Moment, wo das sportliche Geschehen in den Hintergrund trat. Das Schiedsrichtergespann Jochen Bentz/ Ralf Weiler aus der Pfalz wurde zu Hauptdarstellern. In der 49. Minute kassierte Grieser seine dritte Zeitstrafe, in der 59. Minute Till Wöschler. So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Berz - Huber (1), Schaller (10/4), Bayer (2) - Hammann (5), Zellmer (3) - Grieser - Majbik (1), Wöschler, Dobrani (3) Spielfilm: 1:5 (9.), 5:6 (17.), 7:8 (22.), 8:13 (Halbzeit), 12:18 (38.), 15:19 (41.), 19:19 (45.), 21:19 (47.), 25:25 (58.), 26:25 (60.) - Zeitstrafen: 3:10 - Siebenmeter: 4/4 - 5/5 - Schiedsrichter: Bentz/Weiler (Eckbachtal/ Kandel).

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