Zweibrücken Woche der Justiz: Wenn Schüler zu Schöffen und Richtern werden
In der aktuell laufenden „Woche der Justiz“ bieten die rheinland-pfälzischen Gerichte Einblicke in ihre Arbeit, die Bürger sonst nicht bekommen. Unter anderem laden die Zweibrücker Justizbehörden für Samstag, 28. Juni, zum Bürgerfest ins herzogliche Schloss ein.
Ferner hatten Schulklassen unter der Woche an drei Vormittagen die Möglichkeit, sich in einer Gerichtsverhandlung einzubringen. Diese war zwar nur gespielt, einem echten Fall von Brandstiftung aber nachempfunden. In einer Kooperation von Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft schlüpften Vertreter der drei Behörden als Täter und Zeugen in Laienspielrollen – darunter auch Amtsgerichtsdirektor Klaus Biehl. Seine Amtskollegin am Landgericht, Maria Stutz, zeigte sich von der Resonanz der Schulen auf das Angebot begeistert. Auch künftig sollten solche Scheinverhandlungen für Schüler angeboten werden.
Schüler hatten als Schöffen Fragerecht
Bevor es losging, erlebten die Mädchen und Jungen eine Taschenkontrolle, wie sie unter Hochsicherheitsbedingungen durchgeführt wird. Sie hatten zudem die Möglichkeit, nach der Verhandlung mittels eines QR-Codes ein eigenes Urteil zu fällen. Ferner konnten je zwei Besucher in die Rolle von Laienschöffen schlüpfen, samt Fragerecht im Prozess. Teilgenommen haben Schüler des Helmholtz- und des Hofenfels-Gymnasiums, der Herzog-Wolfgang-Realschule, der Mannlich-Realschule-Plus, der Berufsbildenden Schule sowie der Integrierten Gesamtschule Contwig.