Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie sich die VTZ für die neue Saison gerüstet hat

Mit fast identischer Truppe (hier ein Foto vom März 2025) tritt die VT Zweibrücken nun in der Oberliga an (hinten von links): Jo
Mit fast identischer Truppe (hier ein Foto vom März 2025) tritt die VT Zweibrücken nun in der Oberliga an (hinten von links): Johannes Meenken, Fabian Kortmann, Zai Foster, Leon Gilles, Denis Rendgen, Trainer Aykut Bozdemir sowie (vorne von links) Nils Selinger, Jakob Didion, Tim Burkholder, Max Simon, Milomir Mihailovic und Luca Höchst. Auf dem Foto fehlen die Neuzugänge Mika Okuesa, Niklas Geßner und Angelo Arnold.

Die Basketballer der VT Zweibrücken kehren nach einem Jahr wieder in die Oberliga zurück. Die Vorbereitung begann für den Aufsteiger sehr früh.

Nein, das EM-Finale am Sonntagabend haben sie nicht zusammen verfolgt, berichtet Trainer Aykut Bozdemir. Andererseits ist kaum vorstellbar, dass neben dem Spielertrainer auch nur einer seiner Spieler den Triumph der deutschen Basketballer um Dennis Schröder, Franz Wagner und Co. gegen die Türkei nicht live am Fernseher verfolgt hat. Das war ja allerbestes Anschauungsmaterial und Motivation für die neue Oberliga-Spielzeit, in die die VT Zweibrücken als Aufsteiger am Sonntag ab 18.30 Uhr beim Saarklub TuS Herrensohr startet. Und wie fasste das Isaac Bonga beim Empfang der Deutschen in Frankfurt am Montag zusammen: „Basketball ist wieder sexy.“

Die VT Zweibrücken startet übrigens leicht verspätet in die Saison. Denn das erste Heimspiel der Zweibrücker gegen Rockenhausen wurde am vergangenen Wochenende gleich verlegt, weil die Ignaz-Roth-Halle anderweitig besetzt war. Für die Zweibrücker wird die Rückkehr in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aus zwei Gründen nicht einfach. Erstens hat die VTZ in der elf Spiele umfassenden Vorrunde gerade mal vier Heimspiele (das erste am 5. Oktober gegen Eintracht Lambsheim). Und dazu hat Spielertrainer Aykut Bozdemir schon vor dem Start zwei Langzeitverletzte zu beklagen.

Operation droht

„Max Simon ist bei einem 3x3-Turnier in Saarbrücken unglücklich umgeknickt. Da war gleich der Verdacht, dass er einen Kreuzbandriss hat. Wir haben es konservativ versucht, er wird aber wohl um eine Operation nicht herumkommen“, sagt Bozdemir über den Small Forward. Der 31-jährige Coach, der in Limbach mit seiner Familie wohnt, kennt sich von Berufs wegen mit so etwas aus: Er arbeitet in Limbach im „Groundup“, einem Zentrum für Physiotherapie.

Der zweite Angeschlagene ist ein Neuzugang: Der aus Bayern stammende Angelo Arnold ist bei der Bundeswehr in Zweibrücken stationiert. „Er ist am Syndesmoseband operiert worden und absolviert gerade seine Reha“, berichtet Bozdemir von dem Power Forward, der in Bayern auch schon Oberliga gespielt hat und mit 18 Jahren zum erweiterten Regionalliga-Kader der Würzburger gehört hat. Immerhin: Der dritte Neue, Niklas Geßner, ist gesund. Er wechselte vom 1. FC Kaiserslautern, wo er hauptsächlich in der zweiten Mannschaft gespielt hatte, zu den Zweibrückern. Einsätze in der FCK-Ersten hatte er aber auch schon.

Der Trainer als Center

Aykut Bozdemir wird also seinen Spieltagskader („elf Spieler plus/minus einer“) häufig leicht verändern müssen. Aus beruflichen Gründen oder krankheitsbedingt werde wohl auch immer mal jemand fehlen. „Der Kader ist für mich völlig ausreichend“, sagt Bozdemir, der sich fit fühlt und weiter als Center mitspielen will. In seinem zweiten Jahr als Trainer will er aber die Rotation im Spiel kleiner halten. „Wir haben in der Vorsaison zu viel durchgewechselt“, hat er festgestellt. Da war es für die Spieler schwierig, in den Rhythmus zu kommen. „Jeder sollte schon auf 25, 30 Spielminuten kommen“, sagt er.

Spieler aus der zweiten Mannschaft sollen daher immer mittrainieren, müssen sich aber im Kader der Ersten mit weniger Spielzeit zufrieden geben. Trainiert wird bei der VTZ zweimal mit der ganzen Mannschaft, plus einer freiwilligen Trainingseinheit, bei der aber auch viel Fünf gegen Fünf Basketball gespielt wird.

„Vor zwei Jahren haben wir überhaupt nicht gewusst, was in der Oberliga auf uns zukommt. Damals hätte uns schon ein Sieg mehr gereicht, um drinzubleiben“, sagt Bozdemir rückblickend. In die neue Saison geht er deutlich zuversichtlicher. „Wir haben uns schon zwei Wochen nach Ende der alten Saison wieder in der Halle getroffen, zweieinhalb Monate vor Beginn der neuen Runde dann richtig losgelegt“, unterstreicht der VTZ-Coach. Zwischendurch sei natürlich in den Sommerferien auch mal die Halle zu- und Spieler in Urlaub gewesen. Die fünf Testspiele inklusive des eigenen Sparkassen-Cups liefen aber positiv.

Früher Vorbereitungsstart

„Im Prinzip war ja auch die gesamte letzte Landesliga-Saison schon eine Vorbereitung auf die Oberliga“, erläutert Bozdemir. „Wir haben da viel offensiv wie defensiv am basketballerischen Verständnis untereinander gearbeitet und neue offensive Systeme einstudiert. Das wird es jungen Spielern wie Nils Selinger jetzt deutlich leichter machen.“ Auch dass Spieler Luca Höchst als Trainer der VTZ-Zweiten und Max Simon als Coach der U16/U18-Jugend alles mitübernehmen, macht den Übergang leichter.

„Ich will, dass es in der Offensive in dieser Saison flüssiger läuft, auch mal ohne große Ansagen“, gibt Bozdemir vor. Über die Gegner will er sich gerade mit seinen Trainerkollegen der Saarklubs immer mal wieder austauschen.

Kader

Point Guard: Luca Höchst, Jakob Didion

Shooting Guard: Tim Burkholder, Nils Selinger, Mika Okuesa

Small Forward: Milomir Mihailovic, Denis Rendgen, Max Simon

Power Forward: Johannes Meenken, Niklas Geßner, Angelo Arnold

Center: Leon Gilles, Aykut Bozdemir

VTZ-Spielplan Vorrunde

Samstag, 21. September: TuS Herrensohr - VT Zweibrücken; Sonntag, 28. September: BBC Horchheim - VTZ; Sonntag, 5. Oktober: VT Zweibrücken - Eintracht Lambsheim; Samstag, 11. Oktober: MJC Trier - VTZ; Sonntag, 19. Oktober: VTZ - BBC Fastbreakers Rockenhausen; Sonntag, 2. November: VTZ - TV Illingen; Samstag, 8. November: TVG Baskets Trier - VTZ; Samstag, 15. November: TSG Heidesheim - VTZ; Samstag, 23. November: TuS Treis-Karden - VTZ; Sonntag, 30. November: VTZ - BBV Saarbrücken; Samstag, 6. Dezember: VfL Bad Kreuznach - VTZ.

Sprungball für alle Zweibrücker Heimspiele ist jeweils um 16 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle.

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