Kanuslalom Wie Britta Jung beim Deutschland-Cup in Österreich für ihre Risikofahrt belohnt wird
Beim Deutschland-Cup im österreichischen Lofer konnte Britta Jung von den Wassersportfreunden (Wsf) Zweibrücken am Wochenende ein Rennen im Kajak-Einer gewinnen. Der Deutschland-Cup ist eine Serie von sechs Rennen, deren Gesamtergebnis die Rangliste der besten deutschen Slalomkanuten ergibt. Die Besonderheit in Lofer liegt darin, dass die Rennen auf dem Fluss Saalach, einer natürlichen Wildwasserstrecke, ausgetragen werden. Nach starkem Regen am Mittwoch glich der Fluss diesmal einem reißenden Wildbach.
Die 16-jährige Britta Jung qualifizierte sich in der U18-Altersklasse sowohl im Canadier-Einer (kniend mit Stechpaddel) als auch im Kajak-Einer problemlos für die Finalläufe. Im Rennen eins im Canadier-Einer belegte die Höheischweilerin in den Finals auf der anspruchsvollen Strecken mit hohen Wellen Rang sieben. Im Kajak-Einer, ihrer Lieblingsdisziplin, unterstrich die Schülerin des Pirmasenser Immanuel-Kant-Gymnasiums mit Platz drei ihre konstant gute Form.
Jungs Landeskadertrainer lobt mutige Fahrweise
In die Finals des zweiten Rennens ging es am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und etwas niedrigerem Wasserstand. Zuvor waren die Tore umgehängt worden, was die Befahrung einer Stelle besonders schwierig machte. Im Canadier-Einer absolvierte Jung diese Passage mit einer Rückwärtsdrehung und wurde Fünfte. Im Kajak-Einer setzte sie alles auf eine Karte und entschied sich für die riskante Direktbefahrung. Die gelang ihr perfekt: Sie gewann dieses Rennen mit über vier Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Ihr Landeskadertrainer Jörg Blees lobte sie sehr „für die mutige Befahrung“.
In zwei Wochen finden bereits die nächsten beiden Rennen des Deutschland-Cups im tschechischen Veltrusy statt.