Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Wichtige Standortbestimmung für TSC und SG VBZ/TuS Rimschweiler

Steffen Arreche
Steffen Arreche

Die A-Klasse Pirmasens-Zweibrücken startet an diesem Wochenende in die Saison 2024/25. Zum Auftakt der RHEINPFALZ-Serie „Spiel der Woche“ fiel in der Zweibrücker Sportredaktion die Wahl auf die Begegnung zwischen Aufsteiger TSC Zweibrücken II und TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken in der B-Klasse (Sonntag, 12.45 Uhr).

Spielertrainer Steffen Arreche auf Heimseite und Christian Zech bei den Gästen sehen ihre jeweilige Mannschaft zwar gut gerüstet für den Auftakt, aber noch keineswegs bei 100 Prozent ihres Leistungsvermögens. Beide möchten im besten Fall mit drei Punkten aus dem Stadtderby herausgehen und damit einen erfolgreichen Start hinlegen. „Es wird Zeit, dass es wieder losgeht“, bekennt der TSC-Spielertrainer seine spürbare Vorfreude auf das erste Ligaspiel. Auch wenn die Fußballpause bis zur Vorbereitung für den Aufsteiger dieses Mal sehr kurz war. Bekanntermaßen musste das Team erst noch über drei Relegationsspiele gegen die SG Bruchweiler ran, um Anfang Juni als Aufsteiger festzustehen. Die kurze Verschnaufpause wurde darum intensiver genossen als sonst. Den Urlaub hätten alle gebraucht und verdient nach der langen Saison, inklusive Halbfinale im Kreispokal und Aufstiegsspiele.

Mannschaft schon auf gutem Level

„Glücklicherweise konnten die Spieler, die im Urlaub einen Teil der Vorbereitung verpasst haben, bei unserer ersten Mannschaft mittrainieren, da die mehr Einheiten machten als wir, um so den Rückstand ausgleichen“, erzählt Arreche. „Von daher sehe ich uns auf einem guten Level, aber wir werden noch den ein oder anderen Lauf auch während der Saison einstreuen.“ Für den 36-Jährigen „ist die A-Klasse dieses Mal eine ganz andere Nummer als die B-Klasse.“ Die Roten aus Bubenhausen gehen als einzige zweite Mannschaft in den Ligavergleich mit den anderen 15 Mannschaften. Vor- oder Nachteil? „Das ist kein Nachteil, denn ich finde durch unseren erfolgsorientierten Anspruch vom Trainerteam aus, dem Vorstand und auch von dem, was die Spieler erreichen wollen, sind wir keine typische zweite Mannschaft.“

Zum Auftakt gastiert mit der Gemeinschaft aus TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken gleich ein starkes Kaliber auf dem Wattweiler Berg. „Wir haben bei der Stadtmeisterschaft an zwei Tagen zweimal gegen sie gespielt, beide Male verloren und jedes Mal hatten sie eine komplett andere Aufstellung“, beginnt er lachend zu veranschaulichen. Die Gäste können seiner Meinung nach mit einem kompletten Kader durchaus oben mitspielen. Gerade hinsichtlich der erfahrenen Leute wie Felix Brunner, Christian Zech oder David Schwartz sieht er den kommenden Gegner gut aufgestellt. „Vorteile könnten wir gegen sie haben, wenn bei ihnen ein paar Leute fehlen, aber ich glaube nicht, dass das am Sonntag der Fall sein wird.“

SG will Negativlauf stoppen

Für Christian Zech, den neuen Spielertrainer der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken – er teilt sich das Amt mit Felix Brunner –, beginnt am Sonntag das persönliche zweite Kapitel bei beiden Vereinen im Ligabetrieb. 2022 gehörte Zech zum Landesligakader der VBZ. Nach einer Unstimmigkeit mit dem damaligen Trainer unterstützte er fortan für ein halbes Jahr das Team des TuS in der A-Klasse und half mit, dass es sich ans obere Tabellenfeld heranpirschte. Nicht verwunderlich, dass sich die Vereinsoberen lange für die Rückkehr von Zech aussprachen (zurück vom saarländischen SV Schwarzenbach). „Marco Schwarz, der Sportvorstand des TuS Rimschweiler, hat mir gesagt, dass das halbe Jahr, als ich da war, für Auftrieb gesorgt hat und dass in dem Jahr, wo ich nicht da war, dieses angestoßene professionelle Denken nicht weniger wurde.“

Diesen Aufschwung will er zusammen mit Felix Brunner, mit dem er sich auf einer Wellenlänge sieht, weiter vorantreiben und damit den negativen Lauf der VBZ stoppen. Die wurden nämlich von der Landesliga bis zur A-Klasse in den letzten beiden Saisons durchgereicht.

Wer nicht mitzieht, spielt nicht

„Mir ist es wichtig, eine Siegermentalität vorzuleben, mit Selbstbewusstsein aufzutreten, seinen eigenen Fußballstil zu zeigen und sich nicht dem Gegner anzupassen. Wir fahren zu jedem Spiel mit der Einstellung, als Sieger vom Platz zu gehen.“ Wer da nicht mitzieht, für den sei kein Platz im Kader. Dies einem Spieler mitzuteilen, „damit habe ich keine Probleme.“ Er werde jede Entscheidung dem betroffenen Spieler mitteilen. „Am liebsten wäre mir, wenn sie unzufrieden mit meiner Meinung sind und mich in Zukunft eines Besseren belehren.“

Beim Aufsteiger am Sonntag erwartet der 32-Jährige einen offenen Schlagabtausch, bei dem jeder auf und neben dem Platz hundert Prozent gibt, um Derbysieger zu werden. Einen Favoriten sieht er nicht, auch wenn die beiden letzten Partien gegen den TSC II gewonnen wurden.

Weitere Spiele

Bezirksliga Westpfalz

u.a. SV Battweiler – SV Alsenborn (Sonntag, 15 Uhr)

A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken

u.a. TSC Zweibrücken II – SG VB Zweibrücken/TuS Rimschweiler (Sonntag, 12.45 Uhr), TV Althornbach – SV Hochstellerhof, SVN Zweibrücken – SG Maßweiler-Höhmühlbach (beide Sonntag, 15 Uhr), Hilster SV – SV Palatia Contwig (Sonntag, 15.30 Uhr)

B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West

SV Battweiler II – FC Höheischweiler (Sonntag, 12.45 Uhr), SpVgg Waldfischbach-Burgalben II – SV Großsteinhausen, SG Rieschweiler II – SV Gersbach (beide Sonntag, 13 Uhr), SG Harsberg/Wallhalben/Mittelbrunn – SV Ixheim, SC Stambach – FK Petersberg II, SV Hornbach – SG Knopp/Wiesbach, SSV Höheinöd – SG VB Zweibrücken/TuS Rimschweiler (alle Sonntag, 15 Uhr)

Christian Zech
Christian Zech
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