Halbzeitbilanz A-Klasse RHEINPFALZ Plus Artikel Wer stoppt den SVN Zweibrücken auf dem Weg zum Titelgewinn?

 Torjäger Jan-Patrick Buchheit ( in Blau) vom A-Klassen-Spitzenreiter SVN Zweibrücken scheitert hier am dritten Spieltag mit ein
Torjäger Jan-Patrick Buchheit ( in Blau) vom A-Klassen-Spitzenreiter SVN Zweibrücken scheitert hier am dritten Spieltag mit einem Kopfballversuch im Spiel bei der SG Rimschweiler/VB Zweibrücken. Florian Raquet (rechts neben Buchheit) klärt hier auf Kosten einer Ecke, aus der aber das 0:1 in Folge eines SG-Eigentors entsteht. Die frühe Begegnung in der Saison der beiden jetzigen Spitzenteams auf den Plätzen eins und drei endete schon damals torreich mit 5:2 für die Niederauerbacher. Das Rückspiel am 30. November gewannen erneut die Kicker von der Hofenfelsstraße – diesmal mit 2:0.

Welche Mannschaft hat Platz zwei im Visier? Wie schlägt sich der TV Althornbach im Abstiegskampf der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken? Die Trainer haben Antworten.

In gut einer Woche beginnt wieder das große Punktesammeln; nicht nur, aber auch in der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken. Die Ausgangslage und Zielsetzungen nach der Winterpause sind unterschiedlich, wie die diversen Trainer der Vereine aus dem Raum Zweibrücken berichten.

Mentor Shabani und seine Truppe vom SVN Zweibrücken starten als Tabellenführer mit einem Sieben-Punkte-Vorsprung auf den Zweiten SG Weselberg-Linden in die Rückserie (34 Punkte). Ausruhen dürfen sich die SVN-Kicker aber selbst als Ligaprimus nicht, zumal die SG zwei Spiele weniger absolviert hat. Der SVN war das konstanteste Team in der Vorrunde, was auf die Fitness, die Spielanlage und die Offensive zurückzuführen ist. Mit Helmand Mohammad (19 Tore, Erster), Jan-Patrick Buchheit (14, 4.) und Rahim Hadjadj (elf, 9.), befinden sich gleich drei Spieler in den Top Ten der Torjägerliste.

Edin Kustic kehrt zurück

Um defensiv stabiler zu werden und um auf die lange Ausfallzeit von Stammkeeper Yannik Voit zu reagieren, legte der SVN im Winter auf der Torwartposition nach. Edin Kustic kehrt vom SV Schwarzenbach zurück. „Edin kennt hier alle aus seiner letzten Zeit. Er ist ein guter und erfahrener Torwart, der auch am Ball stark ist“, freut sich Shabani. „Es muss allen bewusst sein, dass wir im Training und Spiel weiter hart arbeiten müssen, um unseren Platz zu verteidigen“, betont der Spielertrainer. Kelvin Guth (zur SG Rieschweiler) und Yannik Klein (Palatia Contwig) helfen nicht mehr mit, die Top-Position zu verteidigen.

„Wir müssen unsere gute Form aus der Mitte der Hinrunde wieder finden und nicht an die negativen Wochen im November anknüpfen“, betont Felix Brunner, Spielertrainer der SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken. Denn da hat sein Team drei seiner vier letzten Ligaspiele verloren. Unter anderem gegen Weselberg und den SVN, was diesen beiden in die Karten spielte, um sich punktemäßig vom aktuellen Dritten (33) abzusetzen. „Um den SVN noch einzuholen, fehlt mir ehrlich gesagt die Fantasie. Die müssen schon mit argen Schwierigkeiten aus der Pause kommen“, bekennt Brunner. „Platz zwei sehe ich aber als erreichbar für uns an.“

Trotz der selbstverschuldeten schlechteren Ausgangslage zur Halbzeit findet er das bisherige Auftreten positiv. „Wir haben uns weiter nach vorne gearbeitet, auch spielerisch ist eine deutliche Entwicklung zu erkennen.“ Mit Christian Zech, Yannick Müller und Ahmed El Khadem-Neuhäuser (alle SG Paar-Altheim) und Dominik Semar (TSC Zweibrücken) sind vier Spieler weg. Für Zech rückt Jan Wollenschläger in das Spielertrainer-Duo zu Brunner auf. Als erste Spielpaarung starten die SG und der abstiegsbedrohte FK Clausen in die Rückrunde. Anstoß ist bereits am Samstag, 21. Februar, ab 17 Uhr, am Alleeweg in Rimschweiler.

Schumachers Abschiedstournee

Für Michael Schumacher wird die Rückserie eine Abschiedstournee werden. Der Spielertrainer wird den SV Martinshöhe im Sommer nach dann fünf Jahren in Richtung VfB Reichenbach (Bezirksliga Westpfalz) verlassen. Bis dahin will er mit seinen Jungs das Maximale herausholen. „Wir ziehen das bis zum Schluss genau so durch, wie es sein soll, ohne irgendwelche Umschweife“, betont er und gibt Auskunft, dass der Verein zwar schon Gespräche mit potenziellen Nachfolgern führt, aber noch nichts fix ist.

Zusammenfassend ist Schumacher mit den 25 Punkten aus 17 Spielen und Platz sieben zufrieden. „Es ist das, was ich mir erhofft hatte. Klar, es sind immer Spiele dabei, wo du Glück hattest und andere, wo mehr drin gewesen wäre, aber das ist immer so.“ In der Wintervorbereitung bat der Coach sein Team öfter aufs Rad, damit es sich beim Spinning die nötigen Fitnesskörner holt. Dem schlechten Wetter gingen sie mit Hallentraining aus dem Weg. Er glaubt, dass die ersten drei Vereine in der Tabelle schon richtig davongezogen sind. „Wenn wir dahinter zwischen Platz vier bis sechs landen, dann ist das optimal.“

Mit Leidenschaft und Emotionen

Ein weiterer Spielertrainer, der im Sommer einen sportlichen Ortswechsel vornimmt, ist Daniel Preuß von der SG Rieschweiler II. Das Persönliche will er aber, ganz wie es sein Naturell ist, erstmal hintanstellen, bis die Saison beendet ist. „Wir gehen die nächsten Monate so an, wie ich es immer gehandhabt habe mit meiner Mannschaft: mit voller Leidenschaft und Emotionen, um den Verein bestmöglich zu platzieren“, sagt er. „Man hat anfangs der Saison gesehen, dass auch ein Ticken mehr drin gewesen wäre.“ Unzufrieden ist er mit dem momentanen Platzierungsstand auf der acht (24 Punkte) nicht. „Wir hatten teilweise zwölf Ausfälle, das ist auch für unsere Kadergröße zu viel.“

Die zweite SGR-Mannschaft hat bereits eine Anzahl von talentierten A-Jugendspielern mit eingebaut. Mit deren Formschwankungen war zu rechnen, damit kann Preuß auch leben. „Wir dürfen nur nicht wieder den Fehler machen und glauben, dass wir schon durch sind und nur nach oben schauen. Vor zwei Jahren war die Konstellation ähnlich und am Ende sind wir abgestiegen. So möchte ich mich nicht verabschieden“, hält er nachdrücklich fest.

Der große Umbruch

Wenn eine erste Mannschaft einen größeren personellen Umbruch verzeichnet, zieht sich das meist durch alle vereinsinternen Mannschaften darunter weiter. So erging es auch dem TSC Zweibrücken II, der in seiner zweiten Saison nach dem Aufstieg in der unteren Tabellenhälfte festhängt. 18 Punkte aus 15 Spielen, damit kann Sebastian Meil aber sogar leben. „Das ist ganz okay, der Umbruch war schließlich doch größer. Wir haben viele Jugendspieler dabei, die wussten anfangs noch nicht so richtig, wo sie stehen. Sie mussten sich erst an alles gewöhnen, berichtet er. Für den TSC-Spielertrainer ist es wichtig, direkt mit Punktgewinnen ins neue Fußballjahr zu starten. „Wir haben noch zwei Nachholspiele: Wenn wir die gewinnen, was natürlich wichtig ist für den Start, dann sieht es schon wieder besser aus.“ Mit Dominik Semar (SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken) und den langzeitverletzten Rückkehrern Enver Beljulji und Spielführer Lukas Ohle gewinnt die zweite Mannschaft vom Wattweiler Berg an Erfahrung und Qualität.

Althornbachs Spielertrainer Janik Greinert (Zweiter von rechts) bejubelt das erste Saisontor seines Teams zum 1:1 gegen den SV M
Althornbachs Spielertrainer Janik Greinert (Zweiter von rechts) bejubelt das erste Saisontor seines Teams zum 1:1 gegen den SV Martinshöhe. Am Ende war das 3:2 Ende August einer von bisher nur zwei Saisonsiegen der Althornbacher.

Mit einer Neujahrswanderung hatten sich die Kicker der SG Maßweiler-Höhmühlbach I zu Beginn der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte eingeschworen. „Eigentlich nichts, um das Teambuilding zu stärken, das ist bei uns sowieso stark ausgeprägt. Ich habe ohnehin eine geile und charakterlich einwandfreie Mannschaft, aber dennoch war diese traditionelle Gaudi-Tour positiv“, berichtet Kevin Leiner von seiner persönlich ersten Wanderung mit der SG. Tabellarisch sei noch viel drin für seine Mannschaft, die mit 15 Punkten Drittletzter (Platz 14) ist. Was ihn in seiner Annahme bestärkt, ist, „dass wir eine Einheit sind und einige Verletzte wieder zurück sind“. So könnten die anderen, die sich immer aufopferungsvoll in den Dienst der Mannschaft gestellt und auf für sie teilweise fremden Positionen gespielt hätten, wieder auf ihre angestammten Plätze zurück.

Dadurch werde die in seinem Team eigentlich vorhandene Qualität wieder hervorkommen, glaubt er, seine Mannschaft werde wieder zum gepflegten Fußball zurückkehren und dafür sorgen, dass „der nicht gewünschte Tabellenplatz“ schnellstmöglich verlassen wird.

Das abgeschlagene Schlusslicht

Sechs Punkte aus 15 Partien – das bereits etwas abgeschlagene Tabellenschlusslicht TV Althornbach hat nach Einschätzung seines Spielertrainers „ein ganz dickes Brett zu bohren, um das noch gedreht zu bekommen“. Janik Greinert ist dennoch ein positiv denkender Mensch. „Wir hatten ein ganzes Jahr eine schwere Verletzung nach der anderen, das muss auch mal vorbei sein“, hofft der Polizist auf Besserung. Dass einige erfahrene und langjährige Stützen des TVA im Sommer ihre Karrieren beenden würden, war absehbar. Das weiterhin geballte Wegbrechen verbliebener Stützen wie Sebastian Legrum, Spielführer Franzo Giunta, Cedric Spanier oder Torjäger Marius Müller war so aber nicht angedacht. Teilweise war der Spieltagskader nur mit mehreren Torhütern, die im Feld spielten, zu füllen.

„Ich bin dennoch sehr froh, wie alle zusammengestanden haben, wie jeder Verfügbare sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.“ Greinert hat sich und seine Truppe noch nicht aufgegeben und will mit hoffentlich einigen Rückkehrern nichts unversucht lassen, um die Klasse noch zu halten.

A-Klasse PS/ZW

  • So steht’s

1. SVN Zweibrücken 68:27 Tore, 41 Punkte; 2. SG Weselberg-Linden 47:14/34; 3. TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken 50:23/33; 4. SG Heltersberg/Geiselberg 58:20/29; 5. SV Hermersberg II 36:32/29; 6. SV Trulben 54:41/27; 7. SV 1923 Martinshöhe 36:32/25; 8. SG Rieschweiler II 43:45/24; 9. TuS Erfweiler 38:51/23; 10. SV Lemberg 39:37/21; 11. FK Petersberg 34:42/18; 12. TSC Zweibrücken II 26:45/18; 13. FK Clausen 31:45/17; 14. SG Maßweiler-Höhmühlbach I 38:71/15; 15. FC Fehrbach 30:41/13; 16. TV Althornbach 11:73/6

  • So geht’s weiter

Samstag, 21. Februar, 17 Uhr: TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken - FK Clausen (in Rimschweiler); Sonntag, 22. Februar: SV 1919 Lemberg - SG Maßweiler-Höhmühlbach I, SV Martinshöhe - SVN Zweibrücken (beide 14.30 Uhr), SG Weselberg-Linden - SG Heltersberg/Geiselberg (15.30 Uhr).

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