Sportfilme
Wer sagt: „Wenn du es baut, kommt er zurück“?
American Football
Wenn Regisseur Oliver Stone ruft, lassen sich die Stars nicht lange bitten. So auch bei „An jedem verdammten Sonntag“. Al Pacino, Cameron Diaz, Dennis Quaid, James Woods, Jamie Foxx, Aaron Eckhart, und Matthew Modine geben sich in diesem Film ein Stelldichein. Pacino gibt den ergrauten Football-Trainer Tony D’Amato, der mit dem jugendlichen Wind in der Liga und in seinem Team seine Probleme hat. Der Ton ist rau bis derb, aber die Bilder sind beeindruckend, mitunter aber nichts für Zartbesaitete. Auch die Dialoge sind nicht übel. Wegen der Footballbegriffe lohnt sich die englische Version. – DVD 19 Euro, Blu-ray mit Director’s Cut neun Euro.
„Führ mich zum Schotter!“ Was man sich als Sport-Manager so alles anhören muss. Es ist eine legendäre Filmszene in „Jerry Maguire“, wenn Footballer Rod Tidwell (Cuba Gooding jr.) das als einziger Klient seinem Agenten Jerry Maguire (Tom Cruise) nachhaltig klar macht, ach was, ins Telefon schreien lässt. Sport-Manager Maguire hatte zuvor seine Schwierigkeiten mit der Oberflächlichkeit der Branche und will seine eigenen Klienten persönlicher betreuen. Gastauftritt als sie selbst: Katharina Witt und Dallas-Cowboys-Quarterback Troy Aikman. – DVD 6,99 Euro, Blu-ray 5,99 Euro.
Vom Tellerwäscher zum Millionär und eine wahre Geschichte: Besser geht’s in einem Sportfilm gar nicht. Vince Papale (Mark Wahlberg) ist in „Unbesiegbar – Der Traum seines Lebens“ ein gebeutelter Football-Fan der Philadelphia Eagles. Er macht bei einem öffentlichen Auswahltraining der Eagles mit und schafft es mit 30 Jahren noch ins Profiteam. – DVD 6,66 Euro, Blu-ray 9,99 Euro.
Wieder eine wahre Geschichte. DIE Szene in „Gegen jede Regel“: Als Herman Boone (Denzel Washington), neuer Headcoach der Football-Mannschaft die Titans (Originaltitel: „Remember the Titans“), die aus weißen und schwarzen Football-Spielern zweier in den 70er Jahren zusammengelegten High Schools besteht, seine Spieler im Trainingslager beschwört, sich zusammenzuraufen: „Hört und lernt hier von den Toten. Falls wir nicht zueinander finden, hier auf diesem heiligen Boden, werden auch wir vernichtet werden.“ Schön auch die Kabinenszene, wenn die Weißen und Schwarzen spontan zusammen „Ain’t No Mountain High Enough“ singen. – DVD 6,66 Euro, Blu-ray teure 55,78 Euro.
Der US-Profisport ist vor allem eine gigantische Vermarktungsindustrie. Da passt gar nicht rein, dass der Neurowissenschaftler Dr. Bennet Omalu (Will Smith) in „Erschütternde Wahrheit“ herausfindet, dass Gehirnerschütterungen im American Football bei den Spielern als Spätfolge schlimme Gehirnschäden auslösen können. Eine heutige Folge davon: das Concussion-Protocol im Football und im Eishockey. Wenn ein Spieler einen Hit oder Check gegen den Kopf kassiert hat, wird er sofort draußen untersucht. Beim geringsten Verdacht auf Gehirnerschütterung darf er nicht mehr zurück aufs Spielfeld. – DVD fünf Euro, Blu-ray 5,50 Euro.
Baseball
Kevin Costner liebt Baseball. Gleich drei Filme um die liebste Freizeitbeschäftigung der US-Amerikaner hat er gedreht. Noch bevor er mit „Der mit dem Wolf tanzt“ zu Oscar-Ehren kam, drehte er „Annies Männer“ und „Feld der Träume“. In „Annies Männer“ sucht sich Annie Savoy (Susan Sarandon) in der Kleinstadt Durham jedes Jahr einen Spieler der Durham Bulls aus, mit dem sie eine Beziehung beginnt. Diesmal fällt die Wahl auf den jungen Werfer Ebby Calvin LaLoosh (Tim Robbins), der von Catcher Crash Davis (Kostner) angeleitet werden soll. Doch eigentlich steht Annie mehr auf Davis ... Die DVD und die Blu-ray kosten je rund zwölf Euro, bei Amazon Prime zum Streamen für knapp zehn Euro.
„Wenn du es baust, kommt er zurück.“ Maisfarmer Ray Kinsella (Kevin Costner) hört in „Feld der Träume“ auf die mystische Stimme und baut in seinem Maisfeld in Iowa ein Baseballfeld. Dort trainieren die Geister verstorbener Baseball-Spieler, die in einen Bestechungsskandal verwickelt waren. Nur Ray kann sie zunächst sehen. Mitte August soll auf dem Gelände ein reguläres Saisonspiel zwischen den Chicago White Sox und den New York Yankees stattfinden. – DVD rund sieben, Blu-ray 16 Euro.
„Die Indianer von Cleveland“ sind das schlechteste Team der Major League Baseball. Die neue Besitzerin will mit dem Team nach Miami umziehen. Das geht nur, wenn der Zuschauerschnitt schlecht genug ist. Niederlagen müssen her. Als die Spieler das erfahren, startet die Truppe um Jake Taylor (Tom Berenger), Rick Vaughn (Charlie Sheen), Willie Mays Hayes (Wesley Snipes) und Pedro Cerrano (Dennis Haysbert) eine Aufholjagd, die bis ins Endspiel führt. Sidekick: Mit Sportreporter-Legende Bob Uecker kommentiert ein ehemaliger MLB-Profi die Indians-Spiele im Stadion. Es folgten zwei mäßige Fortsetzungen. Das englische Original ist besser, bei der Synchronisation der Baseball-Begriffe hat der Film Schwächen. – Dreier-DVD-Box 25 Euro.
„There is no crying in Baseball“ wird in den USA gerne auch für andere Bereiche übernommen. Gesagt hat den Spruch im Film „Eine Klasse für sich“ 1992 der übellaunige Coach Jimmy Dugan (Tom Hanks) zu einer Spielerin der Rockford Peaches, als die einen Spielzug versemmelt. Die Frau bricht in Tränen aus. Es geht um zwei Schwestern, die in der All-American Girls Professional Baseball League spielen – während die Major League Baseball pausiert, weil die Männer im Zweiten Weltkrieg kämpfen. Ein schöner Streifen mit Geena Davis, Madonna und Lori Petty. – DVD 8,76 Euro, Blu-ray 6,99 Euro.
Motorsport
Der Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft 1976 bildet die Rahmenhandlung von „Rush“, einem der besten Rennfahrerfilme aller Zeiten. Auf der einen Seite der analytische, auf Erfolg fixierte Niki Lauda (Daniel Brühl), auf der anderen Lebemann James Hunt (Chris Hemsworth). Die beiden liefern sich auf den Rennstrecken der Welt ein erbittertes Duell um jeden Zentimeter, schätzen sich aber abseits der Piste. Lauda steigt nur wenige Wochen nach seinem Horror-Crash auf dem Nürburgring wieder ins Rennauto, Hunt wird am Ende Weltmeister. – DVD sechs Euro, Blu-ray neun Euro.