Zweibrücken Weniger Beschäftigte im Dienstleistungssektor

Die meisten Beschäftigten im Industriesektor arbeiten in Zweibrücken beim Kranhersteller Tadano Demag.
Die meisten Beschäftigten im Industriesektor arbeiten in Zweibrücken beim Kranhersteller Tadano Demag.

Gab es im Jahr 2007 im Jahresdurchschnitt noch 23 600 Erwerbstätige in Zweibrücken, so waren es im Jahr 2018 rund 1000 weniger. Während das produzierende Gewerbe in diesem Zeitraum einen leichten Zuwachs verbuchen konnte, kam es im Dienstleistungsbereich zu einem deutlichen Rückgang der Erwerbstätigen.

Die Zahlen stellte Matthias Kowalczyk, Pressesprecher beim Statistischen Landesamt in Bad Ems, auf Anfrage zur Verfügung. Von den 23 600 Erwerbstätigen im Jahr 2007 arbeiteten 17 500 im Dienstleistungsbereich, 6000 im produzierenden Gewerbe und 100 in Land-, Forstwirtschaft und Fischerei. Während im darauffolgenden Jahr der Dienstleistungsbereich auf 18 000 Erwerbstätige kam, nahm diese Zahl in den Folgejahren stetig ab. Im Jahr 2018 arbeiteten in Zweibrücken noch 15 700 Personen im Dienstleistungsbereich.

Die Anzahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe stieg von 2007 auf 2008 von 6000 Personen auf 6600, um in den Folgejahren um diesen Wert zu pendeln. 2018 lag die Anzahl der im produzierenden Gewerbe Tätigen bei 6800 Personen. Über all die Jahre gleich blieb die Zahl der Erwerbstätigen im Bereich Land-, Forstwirtschaft und Fischerei.

Insgesamt konnte der Rückgang im Dienstleistungssektor nicht wettgemacht werden durch den Anstieg im produzierenden Gewerbe: Von 2007 bis 2018 sank die Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt in Zweibrücken von 23 600 auf 22 600 Personen. Dass es noch keine aktuelleren Zahlen als die von 2018 gibt, ist laut Pressesprecher Kowalczyk darin begründet, dass aktuelle Quartalszahlen nur auf Länderebene berechnet werden, jedoch nicht für die einzelnen Landkreise. Für die einzelnen Kreise werden lediglich Jahresdurchschnittsergebnisse ermittelt, und diese liegen erst rund eineinhalb Jahre nach dem jeweiligen Berichtsjahr vor.

In ganz Rheinland-Pfalz arbeiteten nach Auskunft des Statistischen Landesamts im ersten Quartal 2020 gut zwei Millionen Erwerbstätige. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies ein Rückgang um 1100 Personen (0,1 Prozent) – der erste Rückgang in Rheinland-Pfalz seit dem Beschäftigungseinbruch der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2009 und 2010. Dies dürften nach Einschätzung des Statistischen Landesamtes bereits Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sein. Im dritten und vierten Quartal 2019 stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahresquartal noch um 0,5 beziehungsweise 0,3 Prozent.

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