Zweibrücken „Wechselprämie“ ausgehandelt

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Ralph Pleier wechselte nicht freiwillig ans Evangelische Krankenhaus. Sein Abschied von Bad Dürkheim sollte dem Verwaltungschef auch im Falle von finanziellem Misserfolg mit „Erfolgsprämien“ schmackhaft gemacht werden.

Gestern begegneten sich Pleier und der Landesverein für Innere Mission, der das Krankenhaus auf dem Himmelsberg betreibt, vor dem Arbeitsgericht. Wie berichtet, hatte sich der ehemalige Verwaltungschef mit Kündigungsschutzklagen gegen seinen Rauswurf im Herbst gewehrt. Nachdem ein Gütetermin im Oktober gescheitert war, fanden beide Parteien gestern zu einem Kompromiss (Einen ausführlichen Bericht zur Verhandlung gibt es im überregionalen Teil der RHEINPFALZ auf der Seite „Südwest“). Im Laufe der Verhandlung kam noch einmal das zur Sprache, was die RHEINPFALZ schon im August berichtet hatte. Der damalige Vorstandssprecher Rainer Wettreck hatte mit Pleier nach dessen Wechsel von der Vorderpfalz nach Zweibrücken Zielvereinbarungen ausgehandelt. Die sahen vor, dass Pleier im Fall eines positiven Ergebnisses 40 000 Euro zusätzlich zum Gehalt bekommen sollte und bei einem ausgeglichen Jahresergebnis noch 30 000 Euro. Nach Informationen der RHEINPFALZ wird das Evangelische Krankenhaus in diesem Jahr aber Verluste schreiben. In kirchlichen Kreisen ist die Rede von zwei bis drei Millionen Euro. Wäre Pleier noch im Amt, hätte er auch bei einem defizitären Ergebnis zusätzliches Geld bekommen, abhängig von der Höhe des Fehlbetrags stand eine Summe von 5000 oder 10 000 Euro im Raum – allerdings nur bis zu einem Defizit von einer Million Euro. Vor Gericht wurde die Zielvereinbarung als „Wechselprämie“ bezeichnet. Pleier räumte ein, dass ihm Wettreck damit den Abschied von Bad Dürkheim erleichtern wollte. Am dortigen Krankenhaus des Landesvereins für Innere Mission war Pleier zuvor ebenfalls Verwaltungschef. Er kam im Mai von Bad Dürkheim nach Zweibrücken. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ermittelt nach wie vor gegen Pleier, weil der Geschäftsgeheimnisse an Medien weitergereicht haben soll. (gana) SÜDWEST

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