Zweibrücken Wasserschaden in Kita: Neuer Estrich kostet fast die Hälfte mehr

Im Kindergarten in der Gabelsbergerstraße war ein Schlauch geplatzt, und das Wasser hatte sich unter dem Estrich verteilt.
Im Kindergarten in der Gabelsbergerstraße war ein Schlauch geplatzt, und das Wasser hatte sich unter dem Estrich verteilt.

Wer für den Wasserschaden im neuen Kindergarten hinter der Festhalle verantwortlich ist, lässt sich aus Sicht der Stadt nicht mehr herausfinden. Die Versicherung zahlt den Schaden. Ob sie auch die Mehrkosten trägt, ist noch offen.

Im Kindergarten in der Gabelsbergerstraße war ein Schlauch geplatzt, und das Wasser hatte sich unter dem Estrich verteilt, und zwar auf der gesamten Länge des Gebäudes. Die Folge: Der Boden musste wieder herausgerissen werden. Vergangene Woche hat der Stadtrat die Estricharbeiten neu vergeben und musste feststellen: Mit 63.000 Euro wird es fast um die Hälfte teurer als bei der ersten Ausschreibung. Der Preis liege „45 Prozent über der ersten Vergabe“, kritisierte Thomas Körner (FWG), und er wollte wissen: „Warum hat man nicht versucht, den Verursacher zu ermitteln?“ Egal, ob es sich um einen Materialfehler oder einen Fehler beim Einbauen handele: „Wer den Schlauch einbaut, ist verantwortlich.“ Im Bautagebuch müsse doch stehen, wer für „diesen katastrophalen Anschluss“ zuständig gewesen sei.

Das sei aus dem Bautagebuch nicht zu ersehen, wies Rudolf Hartmann, Leiter der Abteilung Hochbau beim Bauamt, die Kritik zurück. Der Schlauch sei geplatzt, das sei niemandem anzulasten. Der genaue Zeitpunkt sei nicht zu definieren. „Es hat sich auch niemand freiwillig gemeldet, das ist ja klar“, sagte Hartmann. Man habe intensiv versucht herauszufinden, wer verantwortlich zu machen ist, versicherte er. Auf Körners Frage, ob die Versicherung auch die Mehrkosten für die teurere Vergabe trägt, sagte Hartmann, man sei momentan dabei, das abzuklären.

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