Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Zweibrücken mit seinen kaputten Straßen nie fertig wird

Die schlechten Straßen scheinen ein Fass ohne Boden zu sein.
Die schlechten Straßen scheinen ein Fass ohne Boden zu sein.

Die gute Nachricht: Bis Sommer müssen die Zweibrücker keine wiederkehrenden Beiträge bezahlen. Die schlechte: Beim Straßenausbau hängt die Stadt weit hinter ihrem Plan zurück.

Mindestens bis zur Jahresmitte wird es noch dauern, bis die Stadt Zweibrücken ihr Straßenausbau-Programm für die Jahre 2026 bis 2030 beisammen hat. Der Ausbau soll über wiederkehrende Beiträge von den Zweibrücker Bürgern finanziert werden. Oberbürgermeister Marold Wosnitza sagte im Bauausschuss, dass vor allem in den Vororten die Straßen noch nicht feststünden, die ins Ausbauprogramm aufgenommen werden sollen.

„Wir werden ewig sanieren müssen“, wird die Stadt Zweibrücken nach Wosnitzas Einschätzung mit ihren Straßen „niemals fertig“. Denn mit einem „Ausbau-Defizit von weit über 300 Millionen Euro“ hänge Zweibrücken „bei der Straßensanierung um Jahrzehnte hinterher“.

Überhänge aus dem bisherigen Programm

Selbst das Ausbauprogramm für 2021 bis 2025 habe man nicht wie geplant umsetzen können. So sollten die Storchenstraße, der erste Bauabschnitt der Wacken- und der zweite der Rosengartenstraße bereits fix und fertig sein; nun müsse man diese Projekte in den Zeitraum bis 2030 verschieben. Was die Stadt vor allem mit „Problemen bei den Verfügbarkeiten von Ingenieurbüros, wetterbedingten Umständen“ und Zeiten des Wartens auf Haushaltsgenehmigungen begründet. Immerhin sei man in der Herzog-Wolfgang-Straße planmäßig fertig geworden.

Bis das Ausbauprogramm für 2026 bis 2030 ausgearbeitet ist, werde die Stadt von den Bürgern keine Vorauszahlungen auf die wiederkehrenden Beiträge 2026 erheben, sagte Wosnitza. Zur Sommerpause soll das neue Programm feststehen. In dessen vorläufigem Entwurf steht derzeit lediglich der erste Bauabschnitt für die Sanierung der Wackenstraße.

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