Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Whirlpool und Kinderrutsche im Hallenbad gesperrt sind

Abgesperrt: die Rutsche im Kinderbereich, weil ein Ersatzteil fehlt.
Abgesperrt: die Rutsche im Kinderbereich, weil ein Ersatzteil fehlt.

Badegäste, die in diesen Tagen ins Hallenbad gehen, sehen am Eingang mehrere Hinweisschilder zu gesperrten Becken. Die RHEINPFALZ hat bei den Stadtwerken nachgefragt.

Der Whirlpool im Zweibrücker Hallenbad ist gesperrt, ebenso die Metallrutsche im Kinderbereich. Die Sperrung erfolgte „kurzfristig aufgrund technischer Probleme“, teilen die Zweibrücker Stadtwerke, Betreiber des Badeparadieses, auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. So fehlt bei der Rutsche ein Ersatzteil, sodass kein Wasser hineinfließen kann. Stand jetzt sollen beide Angebote Anfang April wieder genutzt werden können. „Dies waren keine geplanten Außerbetriebsetzungen. Es handelt sich hier um nicht planbare Verschleißteile.“

Es ist nicht das erste Mal in den vergangenen Monaten, dass Schwimmbadareale gesperrt werden. Mehrere Wochen war im vergangenen Jahr das Massagebecken geschlossen, weil sich Fliesen gelöst hatten. Wenngleich die Stadtwerke nichts für den Schaden konnte, mussten die Badegäste auf das Becken verzichten − der Eintrittspreis blieb unverändert. Das ist auch jetzt der Fall: Obwohl Kinderbereich und Whirlpool gesperrt sind, müssen Erwachsene 5,50 Euro für ihren Drei-Stunden-Aufenthalt bezahlen. Die Stadtwerke dazu: „Es ist nicht angestrebt, bei kurzzeitigem Ausfall von Attraktionen den Eintrittspreis zu reduzieren.“ Jeder Badegast werde vor dem Bezahlen darüber informiert, dass einzelne Bereiche des Schwimmbads nicht genutzt werden können. Jeder Besucher könne somit selbst entscheiden, ob er den Eintritt bezahlen will, und dafür die gesperrten Becken in Kauf nehme. Eine generelle Erhöhung der Eintrittspreise planen die Stadtwerke nicht.

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

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Kaputte Fassade noch nicht repariert

Flatterband und Baustellen-Flair gibt es aktuell nicht nur im Hallenbad, sondern auch außerhalb. Die beim Brand im Sommer vergangenen Jahres beschädigte Fassade ist noch nicht repariert. „Diese Woche wurde das Gerüst für die Reparatur des Brandschadens gestellt“, teilen die Stadtwerke mit. Dass sich die Reparatur hinzieht − der Brand ereignete sich am Nachmittag des 31. August − liege daran, dass es sich bei den Bauteilen um eine Sonderanfertigung handele, die ausführende Fachfirma überlastet sei und das Wetter nicht mitgespielt habe.

Seit dieser Woche steht das Gerüst, um die Brandschäden an der Fassade zu reparieren.
Seit dieser Woche steht das Gerüst, um die Brandschäden an der Fassade zu reparieren.

Wie hoch der Schaden ausgefallen ist, können die Stadtwerke derzeit nicht genau beziffern. Die Feuerwehr schätzt ihn auf rund 50.000 Euro. Als die Feuerwehr vergangenes Jahr am Einsatzort eingetroffen war, brannte es im Bereich der unteren Küche. Die Feuerwehr löschte zunächst die von außen erkennbaren Flammen, danach entfernte sie Teile der Außenfassade, um mögliche Brandnester zu finden. Zweibrückens Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Frank Theisinger erklärte damals: „Es hat auch hinter der Fassade gebrannt. Das hatten wir schon mal 1978.“ Theisinger erinnerte damit an den verheerenden Schwimmbadbrand am 9. Juni 1978. Als die Feuerwehrleute vor Ort ankamen, war das Feuer bereits so heiß, dass sie die Löscharbeiten im Inneren abbrechen mussten. Einsatzkräfte aus der Stadt, vier Löschzüge aus Homburg, die amerikanische Feuerwehr von Flugplatz und Kreuzberg, die Bundeswehr-Feuerwehr und Einsatzmannschaften aus Contwig, Hornbach und Dellfeld rückten an, um das Feuer zu löschen. DIE RHEINPFALZ berichtete damals von „einer Katastrophe, wie sie Zweibrücken seit Kriegsende nicht mehr erlebt hat“.

Auf die defekten Attraktionen wird im Eingangsbereich hingewiesen.
Auf die defekten Attraktionen wird im Eingangsbereich hingewiesen.
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