Pferdesport
Walshauser Turnierchefin Müller will Mehrkampf weiter wachküssen
Während beim Dreikampf neben der obligatorischen Dressuraufgabe auch Laufen und Schwimmen dazukommt, ist der Vierkampf noch um die Disziplin Stilsprung erweitert. Wettbewerbe in Drei- und Vierkampf sind laut Kerstin Müller in Rheinland-Pfalz mittlerweile rar gesät. Ein Grund für sie, die beiden Exoten aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. „Die reiten alle Dressur und Springen, sind aber zu faul zum Laufen und Schwimmen“, sagt Kerstin Müller halb im Scherz, halb im Ernst.
Für kommendes Jahr wieder eingeplant
Gerade mal vier Starter und Starterinnen gingen in beiden Wettbewerben auf die Strecke, ins Wasserbecken am Freitagabend im Pirmasenser Plub und auf den Reitplatz. Wegen der geringen Teilnehmerzahl ging das eigentlich für Sonntagmittag angesetzte Laufen auch gleich nach dem Schwimmen über die Bühne. „Ich hätte mir schon mehr erhofft. Trotzdem werden wir das im kommenden Jahr wieder anbieten, wahrscheinlich sogar auf A-Niveau“, denkt die Vereinsvorsitzende bereits voraus. Als sie im Jugendalter noch selbst aktiv war, gab es im Drei- und Vierkampf laut Müller sogar Landesmeisterschaften.
Auf dieses Niveau wird man in Rheinland-Pfalz wohl nicht mehr kommen beim Mehrkampf. Doch Turniere wie das in Walshausen sollen dazu beitragen, dass diese Sportartkombinationen nicht komplett in Vergessenheit geraten bei den Reitern. Im Vorfeld hatte sie mit dem Verband gesprochen, der sich zwar verwundert über ihr Engagement zeigte, aber dennoch Unterstützung zusagte. 40 Helfer waren am Wochenende im Einsatz rund um das Reitturnier, für das Kerstin Müller immerhin 350 Nennungen zählte.