Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel W-Lan-Ausbau an Schulen: Geld ist da, aber zu wenig Geräte

Bis 2025 sollen alle Zweibrücker Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen sein und W-Lan haben.
Bis 2025 sollen alle Zweibrücker Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen sein und W-Lan haben.

Bis 2025 sollen alle Zweibrücker Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen sein und W-Lan haben. Derzeit hakt der Ausbau, weil Material fehlt.

14 Schulen gibt es in Zweibrücken. Weil die Herzog-Wolfgang-Realschule an zwei Standorten unterrichtet, müssen 15 Gebäude ausgestattet werden. 2021 begann der Aufbau eines W-Lan-Netzes an der Grundschule in Rimschweiler, am Helmholtz-Gymnasium und an der Mannlich-Realschule. Diesen Sommer folgte die Berufsbildende Schule, und nun ist die Herzog-Wolfgang-Realschule an der Reihe. Bis 2025 sollen alle Schulen ausgestattet sein, sagte Schuldezernentin Christina Rauch Ende September in der Sitzung des Schulträgerausschusses. Der Breitbandausbau an den Schulen sei „notwendig und unausweichlich“, damit die Schüler mit mobilen Geräten lernen können. 2,4 Millionen Fördergeld erhält die Stadt.

Doch es fehlt an der Ausstattung, vor allem an den Geräten, die das Internetsignal per Funk in den Räumen und Gängen verteilen. „Es dauert ewig lange, bis die Geräte da sind“, beschrieb es Systemadministrator Thomas Wolf. Die Schüler könnten aber im Moment das machen was notwendig ist.

Bandbreite reicht nicht für alle

Allerdings geht auch das nicht reibungslos: Zwar lässt sich mit dem bestehenden W-Land-Netz arbeiten, aber je mehr Schüler darauf zugreifen, desto langsamer wird es. „Die Schulen haben die höchste Bandbreite, die derzeit zur Verfügung steht“, versicherte der Digitalisierungsbeauftragte der Stadt, Jeremias Krebs. Das seien 250 Mbit pro Sekunde – woraufhin Walter Rimbrecht (SPD) anmerkte: „Die hab’ ich daheim auch.“ Ans Glasfasernetz angeschlossen ist derzeit noch keine Zweibrücker Schule.

Bei den Schulen, an denen es bereits ein zufriedenstellendes W-Lan-Netz gibt – etwa das Hofenfels-Gymnasium und die Canadaschule – lässt sich aber auch nicht uneingeschränkt damit arbeiten. Wenn die Schüler ihre eigenen Geräte benutzen – und nicht mit Tablets, die zur Verfügung gestellt werden –, ist auf den Datenschutz und das Urheberrecht zu achten. Fabian Faß, Schulleiter der Canadaschule, forderte deshalb rechtliche Sicherheit vom Land und befürchtete, das am Ende die Schulen zwar ein gutes W-Lan-Netz haben, aber nicht genügend Geräte zur Verfügung stehen, um es zu nutzen.

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