Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTZ Saarpfalz plant Punkte gegen Daun im Abstiegskampf fest ein

Haben auch künftig gemeinsam auf der Bank der VTZ Saarpfalz das Sagen: Philip Wiese (Mitte) und Kai Schumann.
Haben auch künftig gemeinsam auf der Bank der VTZ Saarpfalz das Sagen: Philip Wiese (Mitte) und Kai Schumann.

Seit zwei Jahren und drei Monaten sind Philip Wiese und Kai Schumann Trainer des Oberligisten VTZ Saarpfalz. Sie erlebten einen Saisonabbruch und eine Saison, die gar nicht erst angepfiffen wurde. Aktuell kämpfen sie mit ihrer Mannschaft um den Klassenverbleib. Die VTZ werden sie auch kommende Runde trainieren und verbinden ihre Zusage – abgesehen vom Nichtabstieg – mit einem weiteren großen Wunsch.

Eine normale Oberliga-Saison. „Das wäre mal schön“, sagen unisono Philip Wiese und Kai Schumann, die beiden gleichberechtigten VTZ-Trainer. Die haben sie noch nicht erlebt, seit sie im Januar 2020 als Duo den Job übernahmen. Kommende Runde könnte es klappen. Voraussetzung eins dafür ist gerade geschaffen worden: Beide haben ihre Verträge verlängert. An Voraussetzung zwei wird am Sonntag gearbeitet. Mit einem Sieg gegen den gleichfalls abstiegsbedrohten TuS Daun will das VTZ-Team wichtige Punkte für den Klassenverbleib sammeln (Anwurf: 17 Uhr, Westpfalzhalle).

Voraussetzung drei, dass Corona oder andere dramatische Ereignisse die kommende Runde nicht wieder tangieren, „können wir kaum beeinflussen, aber wir hoffen natürlich darauf“, sagt Philip Wiese. Für ihn steht fest, dass die laufende Runde „allein unter anderem durch die hohe Zahl an Spielverlegungen, die durch Corona bedingt sind, ein hohes Potenzial an sportlichen Ungerechtigkeiten beinhaltet“. Wegen solcher Ungerechtigkeiten, die auch durch getroffene Auf- und Abstiegsregelungen in den Corona-Jahren begünstigt werden, will niemand absteigen. Deshalb fokussieren sich bei der VTZ alle auf die sportlichen Aufgaben. Nach auch personell bedingt schwierigen Wochen gab es zuletzt einen Aufwärtstrend bei den Zweibrückern.

VTZ-Kern bleibt zusammen

„Wir haben immer gesagt, dass wir weitermachen wollen. Die ganze Geschichte ist ein längerfristiges Projekt. Aber es war auch klar, dass die notwendigen Voraussetzungen stimmen müssen“, sagt Wiese. Die Mannschaft hat ein klares Signal gegeben. Zuletzt verlängerten Kreisläufer Julian Kreis und Moritz Michel ihre Verträge. Dominik Rifel, der nach mehrmonatiger Trainings- und Spielpause zurückkehrte, hat gleichfalls für die kommende Runde zugesagt. Ob Moritz Baumgart seine Karriere wirklich beendet hat oder doch noch mal zum Ball greift, bleibt abzuwarten. Pechvogel Kevin Hauck, der sich einen Kreuzbandriss zuzog, wurde am Montag operiert. Bis dato verlassen nur Torwart Yannic Klöckner, dessen Nachfolger mit Pascal Glöckner feststeht, und Thomas Jung die VTZ. Beide wechseln nach Illtal.

Damit bleibt die VTZ-Mannschaft im Kern zusammen. „Das war für uns die Bestätigung, dass wir das hier nicht so schlecht machen“, meint Kai Schumann schmunzelnd. Der 44-jährige Lehrer und sein 37 Jahre alter Trainerkollege, der bei der Stadt Zweibrücken arbeitet, ergänzen sich gut als Team. Das gilt auch mit Blick auf die Entwicklung im Jugendbereich, „den wir noch auf breitere Füße stellen wollen“, sagt Schumann. Marek Galla sei da zum Beispiel sehr engagiert, Robin von Lauppert trainiert VTZ-Nachwuchs, und jetzt wird auch noch Tomas Kraucevicius als Trainer im Nachwuchsbereich einsteigen.

„Muss-Spiel“ gegen Daun

„Es trägt schon erste Früchte, was sich da zu entwickeln begonnen hat“, sagt Wiese. Corona habe ja nicht nur den Trainings- und Spielbetrieb beeinflusst. „Ganz viele Vereinsaktivitäten waren nicht möglich. Sobald Corona das zulässt, wollen wir auch in diesem Bereich noch viel aktiver werden, um als Verein zusammenzuwachsen“, sagt er.

Dass ein Oberliga-Team im Gesamtgefüge ein Zugpferd ist, steht für alle fest. Dass die VTZ-Truppe auch künftig Oberliga spielen will, beweist sie schon während der gesamten Saison. Egal wie schwierig es war, wie dünn die Personaldecke war, „die Mannschaft hat sich immer den Aufgaben gestellt“, lobt Wiese. Zuletzt immer erfolgreicher. Gegen Daun soll der vierte Heimsieg in Folge eingefahren werden. „Da brauchen wir nicht um den heißen Brei reden, das ist ein Muss-Spiel“, sagt Schumann. Die zwei Punkte sind im Abstiegskampf fest eingeplant. Vor allem weil beim 22:22 im Hinspiel in der Schlussminute noch ein Drei-Tore-Vorsprung und der doppelte Punktgewinn verspielt wurde.

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