Handball
VTZ Saarpfalz belohnt sich nicht für gute Leistung bei Favorit Vallendar
Die Gäste aus der Pfalz überraschten den Favoriten tatsächlich 60 Minuten lang, die Entscheidung fiel nach dem Schlusspfiff. Die Spielzeit war abgelaufen, als Christian Schröder für Vallendar an den Siebenmeterpunkt trat, es war der elfte Strafwurf für die Gastgeber. Schröder, zuvor bereits dreimal erfolgreich, behielt die Nerven und warf den Favoriten zum denkbar knappen Erfolg.
„Sehr, sehr schade für uns“, bedauerte Galla hinterher. Mit dem großen Bus, an Bord auch junge VTZ-Fans, die die Mannschaft lautstark unterstützten, waren die Zweibrücker nach Vallendar gefahren. „Den verdienten Punkt hätten wir gerne auf der Heimfahrt gefeiert“, bestätigte Galla. Es sollte nicht sein. Die VTZ durfte sich aber zumindest für eine gute Leistung – vor allem in der Abwehr – feiern.
Spielentscheidende Phase vor der Pause
Dass das entscheidende Tor per Strafwurf erzielt wurde, passte zu diesem Abend. Auf das auffällige Strafwurfverhältnis von elf Siebenmetern für die Gastgeber, gegenüber sechs für die VTZ, wollte Galla nicht eingehen. Dass es durchaus ausgewogener hätte sein dürfen, ließ er anklingen.
Spielentscheidend waren die Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Nach 20 Minuten hatte es noch nach dem erwarteten Erfolg der Gastgeber ausgesehen. Top-Torjäger Kai Lißmann, dessen Kreise die VTZ gut einengte, traf zum 9:5. Mit Blick auf die Tabelle standesgemäß, mit Blick aufs Spielgeschehen nicht. Deshalb setzte die VTZ nun alles daran, das Spielergebnis den Verhältnissen auf dem Feld anzugleichen. Marian Graff traf zum 6:9, Moritz Baumgart zum 7:9 per Strafwurf. Im Gegenzug nutzte HV-Spielmacher Kalani Schmidt einen Strafwurf, um das zehnte Tor für Vallendar zu erzielen, aber Graff und Baumgart brachten Zweibrücken mit ihren beiden Toren auf 9:10 heran. Knapp vier Minuten waren bis zum Halbzeitpfiff noch zu spielen, als Robin von Lauppert das 10:11 erzielte. „Dann unterlaufen uns leider technische Fehler, wir verwerfen, und Vallendar nutzt das“, schilderte Galla besagte Minuten. Mit einem Vier-Tore-Vorsprung gingen die Gastgeber in die Kabine.
Baumgarts letzter Treffer reicht nicht fürs Remis
Die VTZ gab nicht auf und schöpfte fünf Minuten vor dem Abpfiff wieder Hoffnung, zumindest einen längst verdienten Zähler mitzunehmen, als Graff das 20:20 erzielte. Es sollte aber nicht sein. Trotz des achten Treffers von Moritz Baumgart, der 48 Sekunden vor dem Abpfiff noch zum 22:22 traf. Denn dann kam der letzte Vallendarer Angriff, Siebenmeterpfiff in der Schlusssekunde. Vorbei.
So spielten sie
VTZ Saarpfalz: Dentzer - Kraucevicius, Belhadi (4), von Lauppert (4/1) - Graff (3), Groß - Rifel – Kreis, Baumgart (8/3)
Spielfilm: 5:4 (12.), 7:4 (16.), 10:7 (23.), 10:9 (25.), 14:10 (Halbzeit), 15:14 (40.), 20:20 (55.), 22:22 (60.), 23:22 (Ende) - Zeitstrafen: 2:2 - Siebenmeter: 11/10 - 6/4 - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Bentz/Weiler (Eckbachtal/Kandel).