Kolumne Abseits
Von tapferen Schlusslichtern und gestoppten Serien
Mehr drin
Ja, die Duelle eines Tabellenletzten gegen einen Spitzenreiter haben doch immer mal wieder eine ganz besondere Note. So auch in der Fußball-Bezirksliga. Dort empfing der SV Palatia Contwig die TSG Wolfstein-Roßbach. Schusslicht Contwig mit bislang nur neun Zählern auf dem Konto spielte groß auf. „Es war sehr überraschend. Wir hatten viele Torchancen. Wir hätten auch zur Halbzeit mit 3:0 oder 4:0 führen können“, meinte Palatia-Trainer Tim Hüther, dessen Team am Ende dann doch mit 2:4 verlor. Er freute sich auch darüber, dass die Führung auf der Leistung seiner Mannschaft beruhte und nicht auf der schmalen Leistung des Tabellenführers.
Doch wie eben so oft rächten sich die verschluderten Chancen doch noch in der zweiten Spielhälfte. Bis zur 54. Minute hielt die Führung, ehe Wolfstein-Roßbach dann doch mit dem anfing, was die Mannschaft während der gesamten Saison auszeichnet: dem Toreschießen. „Wir waren dann leider viel zu passiv in der zweiten Halbzeit. Das können wir uns schon vorwerfen“, meinte Hüther, der jedoch nur Gutes aus dem Tag mitnimmt, die Niederlage mal weggedacht. „Wolfstein war auch überrascht von uns. Die haben gesagt, dass wir mit so einer Leistung auch locker im Tabellenmittelfeld stehen könnten“, freute sich Hüther über das Zeugnis, das sich allerdings nicht auf das Punktekonto auswirkt. Das soll nächste Woche aufgemöbelt werden. „Wir wollen mit 100 Prozent in Schönenberg-Kübelberg ran gehen und die drei Punkte holen“, blickt Hüther bereits auf die kommende Aufgabe gegen den Tabellenvorletzten. Dann muss es auch mal eine gute Leistung gegen ein Kellerkind geben, denn ein Sieg wird immer nötiger.
Serie gestoppt
Gleich zwei Dinge bewies Fußball-Landesligist TSC Zweibrücken beim 3:0 gegen das Ligaschlusslicht VfL Simmertal. Zum einen, dass die Mannschaft vom Wattweiler Berg doch auch gewinnen kann, wenn sie in der Tabelle gerade wieder an die Spitzenpositionen herankommt und in Richtung Aufstiegsplätze schaut. Zum anderen: Nach fünf Auswärtsniederlagen in sechs Partien, waren Spiele in der Fremde auf der Beliebtheitsskala von TSC-Trainer Özal Acar nicht ganz weit oben. Auch diese Serie ist nunmehr gestoppt.
Und dann war da noch Tim Wachall, der frühere Jugendakteur des 1. FC Saarbrücken traf doppelt gegen Simmertal und ist nun auf der Spitzenposition der Torjägerliste. Da allerdings hat der TSC Zweibrücken noch ein zweites Eisen im Feuer. Denn Alex Styben liegt mit zwölf Saisontoren nur zwei Treffer hinter Wachall. Also nur gute Nachrichten für den TSC.
Deutlich positioniert
„Der SV Ixheim distanziert sich entschieden von dem bedauerlichen Vorfall. Wir möchten klarstellen, dass solche Verhaltensweisen nicht unseren Werten entsprechen. Der Verein verurteilt jegliche Beleidigungen gegen Spieler, Schiedsrichter und das Anbringen von Gewalt auf Schärfste. Fairplay und Respekt stehen im Mittelpunkt unserer Gemeinschaft“, kommentierte der SV Ixheim die Vorkommnisse des vorletzten Heimspiels gegen den SV Gersbach, als ein saarländischer Austausch-Schiedsrichter verletzt wurde. Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen ermittelt. Die Vorkommnisse hatten bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Gut, sogar sehr gut ist es, dass der SV Ixheim noch mal mit Nachdruck feststellt, wie er die Vorkommnisse als Verein beurteilt. Chapeau!