Zweibrücken Von Bambini-Lollies bis zum Abschlussgrillfest der A-Jugend

Die erfolgreiche Truppe der SG SVN Zweibrücken/TuS Wattweiler vor dem Pokalfinale Mitte Juni in Lemberg (hinten von links): Marc
Die erfolgreiche Truppe der SG SVN Zweibrücken/TuS Wattweiler vor dem Pokalfinale Mitte Juni in Lemberg (hinten von links): Marco Seibert, Martin Schmitt, Helmand Mohammad, Marc Lippick, Niklas Körner, Marcel Dahler, Maximilian Clemens, Marc Massar, Trainer Rainer Seibert und Tobias Glahn sowie (vorne von links) Felix Hilgert, Felix Mayer, Alexander Regier, Christopher Jung, Rifat Pile, Phillip Clemens und Adrian Schäfer.

«ZWEIBRÜCKEN.» Das Negative vorneweg: In Zweibrücken und Umgebung wird es kommende Saison kein U19-Fußball-Nachwuchsteam in der Landesliga mehr geben. Der JFV Zweibrücken ist mit seiner A-Jugend abgestiegen und streitet sich künftig in der Kreisliga mit dem SV Contwig um Meisterschaft und Aufstieg. Die letzte Jugendmannschaft der SG SVN Zweibrücken/TuS Wattweiler geht in den Herrenteams des SVN auf und hat noch mal eine tolle Saison gespielt. Die SG Rieschweiler will erst für 2018 wieder eine A-Jugend im Spielbetrieb melden.

„Wenn das eine ganz normale Saison gewesen wäre, wie in den zurückliegenden Jahren auch, dann wären wir drin geblieben in der Landesliga“, ist sich U19-Trainer Jan Tüllner vom JFV Zweibrücken sicher. Zusätzlich zum enormen Verletzungspech war die Landesliga aber allein deshalb nicht zu halten, weil es nur in diesem Jahr gleich sechs Absteiger gab. Der Grund: Kommende Saison wird es erstmals eine Landesliga Westpfalz/Nahe geben. Platz zehn und 26 Punkte reichten deshalb für den JFV nicht. Die in der kommenden Saison von Ibrahim Alsac trainierte JFV-A-Jugend muss daher in der Kreisliga ran. „Diese Liga erwarten wir aber enorm stark, weil auch der FC Fehrbach mit runter musste und Teams wie Contwig hoch wollen in die Landesliga“, schätzt Tüllner die Situation ein. Für die künftige Alsac-Elf sei aber der Wiederaufstieg das Ziel. Tüllners U19 startete prima aus der Winterpause, spielte gegen den Zweiten Nord-West-Pfalz 3:3 und gewann gegen den Achten aus dem Glantal 2:0. Doch dann verletzte sich Top-Stürmer Jan Schmidt im Spiel gegen den späteren Meister Westpfalz schwer (Kreuzbandriss) und fiel für den Rest der Saison aus. Besagte Partie wurde auch unglücklich mit 1:2 verloren. „Das war so was wie der Knackpunkt“, glaubt Tüllner. Seine Elf spielte zwar auch danach guten Fußball, schoss aber zu wenig Tore. Tüllner trainiert zusammen mit Tobias Schön kommende Saison eine E-Jugend (U11) beim JFV Zweibrücken. Nach zwölf Jahren Jugendfußball, beginnend mit Lollies zur Belohnung bei den Bambini, stand für Trainer Rainer Seibert und sein Team in der U19 das letzte Jugendjahr an. Und das war laut Seibert noch mal eine super Saison. Die unter SG SVN Zweibrücken/TuS Wattweiler firmierende Jugend stand im Kreispokalfinale, wurde Dritter in der Kreisliga, holte sich die Zweibrücker Stadtmeisterschaft in der Halle und auf dem Feld. Und bei der stark besetzten Hallenkreismeisterschaft spielte Seiberts Truppe im Finale gegen Verbandsligist SC Hauenstein und musste sich erst im Siebenmeterschießen geschlagen geben. „Und nicht zu vergessen: Wir wurden von der Sparkasse mit 300 Euro dafür belohnt, dass wir die Fairness-Wertung der Liga gewonnen haben“, unterstreicht Seibert. Während der ganzen Spielrunde habe es nur eine Gelbe Karte für sein Team gegeben – und das auch nur „aus Dabbischkeit“, wie er gewohnt humorvoll feststellt. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, dass es jetzt für seine Jungs bei den Herren weitergeht und die mit tollen Erlebnissen und Erfolgen gespickte Jugendzeit zu Ende ist, so Seibert. Er selbst macht als Sportlicher Leiter der beiden Herrenteams des SVN Zweibrücken weiter, begleitet also doch noch die Mehrzahl seiner ehemaligen Jugendspieler weiter. Die erste Mannschaft spielt unter Trainer Andy Hergert in der B-Klasse, während die mit Spielern aus Afghanistan, Irak und Syrien gespickte SVN-Zweite unter Trainer Bill Heidenreich in der C-Klasse West kickt. Die Spielgemeinschaft mit Oberauerbach hat diese Saison noch Bestand auf dem Papier, aber aus Oberauerbach ist kein Spieler mehr dabei. Was mit jenen 300 Euro der Sparkasse geschieht? „Die Jungs schreiben hin und her und hin und her. Wenn nichts Gescheites dabei herauskommt, dann fahre ich mit Thomas Körner aus Wattweiler nach Malle“, hat Seibert lachend eine Lösung parat, die für die Trainer den Spaß exklusiv brächte. Platz vier in der Kreisliga belegte der von Gerhard Blum und Nikolaus Sefrin trainierte SV Palatia Contwig. Hier rücken spielstarke Jungs aus der B-Jugend hoch in die A-Jugend. Mit 21 Spielern geht die Palatia in der neuen Spielzeit den Versuch an, in die Landesliga Westpfalz/Nahe aufzusteigen. Bei der D- und C-Jugend gehen die Contwiger (U12 bis U15) eine Kooperation mit dem SV Ixheim ein.

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