Fussball
Vom Supermarkt-Smalltalk zum Trainerjob in Zweibrücken
„Es war ganz witzig“, beginnt Alexander Joniks, der neue Trainer der Spielgemeinschaft seine Erklärung, wie er zu dem Trainerjob in Zweibrücken gekommen sei. In Hermersberg sei er in einem Supermarkt gewesen und habe einen alten Bekannten getroffen, dessen Name Joniks aber nicht verraten will. Schnäppchenjagen zwischen Butter und Milch war aber gar nicht angesagt, thematisch ging es schnell ums runde Leder. Über den üblichen Smalltalk habe das Gespräch zum Thema Fußball gewechselt.
Vom einfachen Supermarkt-Bla-Bla kam es zu einem ersten Gespräch mit SG-Teammanager Michael Müller. „Er wohnt auch in Höheinöd, haben wir dann festgestellt. Wir hatten auch gleich eine gemeinsame Philosophie“, sagt Joniks, der kürzlich in Höheinöd gebaut hat. Ihm sei direkt aufgefallen, dass die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim ein Verein sei, der über den Zusammenhalt kommt. Das kam ihm doch bekannt vor. Denn sein bisheriger Klub, der SV Steinwenden, lebt ebenfalls von dieser Tugend, setzt überwiegend auf Spieler aus der Umgebung und ist ein Musterbeispiel für Leidenschaft, Kampf und Bissigkeit.
Der Funke sprang schnell über
Es funkte also zwischen Joniks und der SG, er sagte zu. Zuvor hatte er auch Gespräche mit anderen Klubs, nach eigenen Angaben auch aus der Landesliga. „Wenn man mal in einer gewissen Liga gespielt hat, dann ist man auch interessant für die Vereine“, erklärt der 32-Jährige, der als SG-Spielertrainer fungieren wird, wie es dazu kam. „Ich habe früh den Weg als Trainer gewählt. Nur Spieler reicht mir nicht“, fügt er an. Ob er als Spielertrainer regelmäßig zum Einsatz kommt, weiß er aber noch nicht.
Beim Landesligisten will er, obwohl die Philosophie zwischen dem SV Steinwenden und Zweibrücken/Ixheim fast ein Spiegelbild ist, keine Akteure aus seinem Heimatverein einbauen. „Ich werde keine Spieler ansprechen. Ich will immer im Guten von den Vereinen weggehen“, stellt Joniks fest.
Alle Übungen spielerisch verpackt
Wichtig ist ihm, dass wie in der Vergangenheit die beiden Teams des Vereins eng miteinander verschmolzen bleiben. „Ich will hier immer von der Mannschaft reden und keinen Spieler hervorheben. Der Kader ist aber sicher so, dass wir noch den ein oder anderen Neuzugang gebrauchen könnten“, sagt der Mitarbeiter im Klinikmanagement. Er wolle schauen, welche Spieler noch auf dem Markt sind. Um die beiden Teams immer so nah wie möglich beisammen zu halten, soll im Training auch der Spaß eine wichtige Rolle spielen. „Wir machen hier nicht nur knallhartes Training. Bei uns werden auch die Übungen für den Torabschluss spielerisch verpackt“, sagt Joniks. Zu Beginn der ersten Trainingseinheiten Anfang Juli habe er aber noch halblang gemacht, da sich die Vorbereitung sonst ungemein lange hingezogen hätte.
Schweres Auftaktprogramm
Mit dem Stadtderby am Mittwoch im Verbandspokal gegen den TSC Zweibrücken beginnt der Ernst der Lage für Joniks. Zuvor wurden Testspiele gegen Palatia Contwig, SF Walsheim und den FC Queidersbach absolviert. Für die Anfang September beginnende Spielrunde vermeidet Joniks tunlichst, Ziele auszugeben. „Ich will einfach, dass die Spieler hier Spaß haben. Ein Ziel wird von mir nicht zu hören sein“, fügt er an. Mit seinem Team hat er gleich zu Beginn mit dem SC Hauenstein (Heimspiel am 6. September, 15 Uhr, VB-Rasenplatz), dem Aufsteiger SV Hinterweidenthal und der SG Eppenbrunn ein enorm schweres Programm zu absolvieren. Schwer zu verkraften ist auch der Abgang von Sebastian Meil zum Stadtrivalen TSC Zweibrücken. Denn der hatte in aller Regelmäßigkeit für die SG getroffen.
Die Klasse, das Team
Spielklasse: Landesliga West, Staffel Süd
Vorjahresplatzierung: Platz 13, 22 Punkte, 48:54 Tore, Quotient 1,10
Trainer: Alexander Joniks (32), wohnt in Höheinöd und arbeitet im Klinikmanagement des Pfalzklinikums in Klingenmünster. Er war zuvor Coach des SV Steinwenden II und legte zuletzt eine fußballerische Pause ein. Aktiv kicker er auch für den SV Hermersberg in der Verbandsliga.
Kader
Tor: Merlin Schäfer, Steffen Hunsicker, Alexander Matle
Abwehr: Alexander Joniks, Alexander Wald, Cedric Karl Zehles, Christopher Baer, Dimitri Klich, Ferdinand Emser, Janik Gerlinger, Julien David Laabs, Lukas Österreicher, Marc Neuner, Max Baumann, Noah Semar, Patric Kuntz, Peter Raje, Timo Schmidt, Volker Simon, Kevin Schwarz, Leon Gehrlein, Andreas Schneider, Alexander Theimer, Dustin Berger, Jens Drescher, Daniel Von Gyldenfeldt, Aydin Mehinovic
Mittelfeld: David Schwartz, Sascha Grimm, Julius Michel, Luca Lennart Genova, Nagi Mohamed Mohamed Abdellahi, Sascha Frick, Sascha Strass, Waldemar Schwab, Christoph Gensch, Marc Brünisholz, Adi Piskavica, Jan Olav Frank, Kalif Nuurdiin, Florim Ganaj, Said Omran Rahmani, Enis Saciri, Oday Shaaban, Zeinalabdin Tarabishi, Mohammed Al Shehadat, Ba Hoang Anh Tommy Nguyen
Angriff: Daniel Karaleic, Dominic Schwarz, Heiko Helmchen, Johannes Müller, Manuel Leonhardt, Nico Schulz, Marcel Hahn, Sergej Maler
Veränderungen
Zugänge: Nagi Mohamed Mohame Abdellahi (ASV Kleinottweiler), Cedric Karl Zehles, Nico Schulz, Leon Gehrlein, Kaliif Nuurdiin, Florim Ganaj, Said Omran Rahmani, Enis Saciri, Oday Shaaban, Zeinalabdin Tarabishi, Mohammed Al Shehadat, Ba Hoang Anh Tommy Nguyen (alle eigene A-Jugend), Alexander Joniks (SV Steinwenden), Kevin Schwarz, Ferdinand Emser (beide TuS Wattweiler), Aydin Mehinovic (Spvgg Einöd-Ingweiler)
Abgänge: Sebastian Meil (TSC Zweibrücken), Felix Brunner (TuS Maßweiler), Lukas Carbon (SC Stambach), Oliver Schneider, Quethy Nana Kontchou Augustin (beide FK Petersberg), Maurice Förch (SV Großsteinhausen), Vitali Hergert (TuS Maßweiler), Martin Huether (TuS Rimschweiler), Wilhelm Schanz (SVN Zweibrücken), Michael Kösterke (FC Kleinsteinhausen)
Vereine
Vorsitzender: Johannes Müller (VBZ), Sascha Grimm (SV Ixheim) - Spielleiter: Michael Müller (VBZ) - Mitglieder: 450 (VBZ), 400 (SVI).