Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi beendete Bürgermeister Christian Gauf gestern Morgen seine Rede zum Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Er erinnerte an den Krieg in der Ukraine und bedankte sich bei den Helfern, die die über 400 ukrainischen Flüchtlinge unterstützen. Die Helmholtz-Schüler Nina Burkholder, Tom Krawetzke und Victoria Rubly erzählten von ukrainischen Mitschülern, deren Vater im Kampf verwundet wurde. Militärpfarrer Alexander Beck erinnerte sich an die vernarbten Wunden am Bein seines Großvaters, die er als Kind mit der Hand nachfuhr. Stadt, Bundeswehr, Feuerwehr, DRK, weitere Vereine und Verbände legten Kränze nieder. Nachdem die Teilnehmer den Friedhof verlassen hatten, zogen sieben Mitglieder des „Nationalen Widerstandes“ zum Ehrenmal. Sie hatten in der Kasernenstraße warten müssen, weil sie die Feier vergangenes Jahr gestört hatten. Ordnungsamt und vor allem Polizei waren stark vertreten. Ein Pressefotograf berichtete, ein Mitglied der Rechtsextremen habe ihn körperlich angegangen. Polizisten hätten ihn dann aufgefordert, das Fotografieren zu unterlassen, und sich vor seine Kamera gestellt, schilderte er.