Zweibrücken
Viele Menschen besuchen den verkaufsoffenen Sonntag
Ein wenig Pech mit dem Wetter hatten am verkaufsoffenen Sonntag in der Zweibrücker Innenstadt Händler, Standbetreiber, Flohmarktbeschicker und auch die Anbieter von Gesundheitsleistungen – ebenso wie etliche italienische Markthändler, die bereits seit Donnerstag italienische Salami, Käse, Guanciale, süßes Gebäck und andere italienische Spezialitäten anbieten. Der Regen am Morgen vertrieb die Handvoll Flohmarkthändler, die ab 6 Uhr bereits auf dem Herzogplatz ihre Stände aufgestellt hatten. Spätestens um 9 Uhr, nach dem großen Schutt, packten sie ihre Sachen und fuhren pitschnass nach Hause, bestätigte die Vorsitzende des Gemeinsamhandels, Sandra Cleemann. Wetterfester waren die fliegenden Händler des Krammarktes in der Fußgängerzone, die Gürtel, Handtaschen, Hüte und Textilien anboten. Sie trotzten von Anfang an dem Regen und blieben. Sie wurden später mit trockenem Wetter und gutem Kundenzulauf belohnt.
Cleemann sagte am späten Nachmittag: „Ich bin so froh, dass es noch aufgeklart ist. Seit 11 Uhr können wir uns eigentlich nicht beschweren. Dafür, dass wir heute Morgen noch gebangt hatten, hat sich der Tag zu einem guten Tag entwickelt.“ Bei ihr im Laden las zweimal Sarina Wolf Kindern vor und bastelte mit ihnen, was gut angenommen wurde. Gegen 15 Uhr war die Fußgängerzone gut gefüllt, viele Familien und Pärchen schlenderten mit einem Eis in der Hand an den Geschäften vorbei und kauften auch ein.
Doch keine Blaulicht-Rundfahrt
Hüpfburgen, Hand- und Fußfesseln sowie das rote Rittermobil der Kinder-Verkehrsschule waren aufgebaut. Verschiedene Anbieter sorgten für Speis und Trank. Zum Thema Rollator hatten die beiden Gemeindeschwestern plus, Claus Wilhelm und Claudia Hoffmann, interessante Tipps und Tricks parat für Menschen, die auf den Rollator bereits angewiesen – oder für jene, denen dies bald bevorstehen könnte.
An diversen Ständen zeigten Mitglieder der sogenannten Blaulichtfamilie ihr Können und ihre Ausrüstung. Entgegen einer Falschmeldung im Südwestrundfunk gab es keine Blaulicht-Rundfahrt um Zweibrücken. Feuerwehr und THW hatten ihre Teilnahme in diesem Jahr aus Kapazitätsgründen abgesagt. Polizei, ASB und Rotes Kreuz waren auf Schloss- und Alexanderplatz jedoch vertreten und sorgten besonders bei den Kindern für Interesse und Freude im Gesicht. Etliche Geschäfte in der Innenstadt hatten zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet.
Drohne und Einsatzfahrzeug faszinieren
Mit einer selbst geschriebenen Karte am fliegenden Ballon konnten Kinder und Erwachsene am Luiche anderen Menschen ein wenig Freude bereiten. Dort hatte das protestantische Dekanat das Ballonspiel aufgebaut. Viel stärker besucht war allerdings der Info-Stand der Notfallseelsorger. Sie berichteten über ihre Aufgaben, was großes Interesse fand. Pfarrer Uwe Beck sagte: „Das ist absolut wichtig und wir merken, wie gut es allen Beteiligten tut, wenn wir da waren.“ In Zweibrücken gibt es fünf Notfallseelsorger, die Einsatzkräften und Hinterbliebenen beispielsweise nach Unfällen beistehen. Großes Interesse gab es auf dem Schlossplatz auch an der neuen Drohne des ASB sowie an dessen neuem Einsatzfahrzeug auf Ford-Pickup-Basis.
Am verkaufsoffenen Sonntag haben sich wie in den Vorjahren nicht alle Geschäfte beteiligt, dennoch gab es ein breites Warensortiment für die Innenstadtbesucher. Auch Möbel Martin, Edeka Ernst und das Fashion Outlet außerhalb der Innenstadt hatten zwischen 13 und 18 Uhr für Besucher geöffnet.