Zweibrücken Viel trinken, viel fahren

ZWEIBRÜCKEN. Es war klar, dass es schweißtreibend werden würde. „Das bringt eine Saisonvorbereitung immer mit sich“, sagt Mirko Schwarz, Trainer des Handball-Oberligisten VTZ Saarpfalz. Dass der Trainingsauftakt – am Montag startete das Team in die Vorbereitung – wetterbedingt so schweißtreibend werden würde, war nicht abzusehen. Neben Trainer Schwarz lässt Hoch „Annelie“ die Mannschaft um Kapitän Philip Wiese ordentlich schwitzen.
„Natürlich berücksichtigen wir das Wetter, aber wir können ja nicht sagen, wir machen nichts. Der Saisonstart steht fest, bis dahin müssen wir was tun“, sagt Schwarz und verweist auf die Leichtathleten: „Die trainieren ja auch jeden Tag“. Am ersten September-Wochenende beginnt die Saison zu Hause gegen die HSG Völklingen. Schwarz bittet seine Mannschaft derzeit am Abend zum Training ins Westpfalzstadion. Dort werden die Grundlagen für Kraft und Kondition gelegt. „Bei den Temperaturen verkürzt man halt Laufeinheiten, läuft erst, wenn die Sonne weg ist“, sagt Schwarz. Ansonsten gelte: „viel trinken“. In den ersten Einheiten zog die Mannschaft gut mit. Torhüter Philipp Serr, der vom SV 64 Zweibrücken II kam, Rechtsaußen Sven-Malte Hoffmann (aus Illtal), Kreisläufer Daniel Thum (aus Kirkel) und Rückraumspieler Alexej Wetz (vom TuS Dansenberg) bereiten sich erstmals bei der VTZ auf eine Runde vor. Der wichtige Teamgeist ist bereits vorhanden. Der Kader ist, was in der Vorsaison durchaus problematisch war, wieder sehr überschaubar: Elf Spieler sind am Montag ins gemeinsame Training eingestiegen. Inklusive Marek Galla, der den Teilabriss der Achillessehne auskuriert hat. Den ein oder anderen Spieler, vor allem einen Kreisläufer, der auch die Fähigkeit hat, im Deckungszentrum zu spielen, würde sich Schwarz bis zu Rundenbeginn noch im Kader wünschen. „Mal schauen“, sagt er. Pläne, um vor dem Trainingsauftakt ein bisschen zu trainieren, hatte jeder Spieler an der Hand. „Die Woche hat schon gezeigt, wer in der Vorbereitung was gemacht hat“, sagt Schwarz schmunzelnd. Namen verrät er nicht, aber beim ein oder anderen perlen derzeit etwas größere Schweißtropfen auf der Stirn. Das tun sie im Rhythmus 2-1-2-2, will heißen zwei Tage Training, ein Tag frei, zwei Tage Training, zwei Tage frei. „Bis zum Stadtfest sind damit alle Wochenenden trainingsfrei“, sagt er. Der Trainingsumfang wurde etwas reduziert. Nach dem Stadtfest haben die Zweibrücker noch mal eine Woche Trainingspause. Die nutzt der Trainer, von Beruf Standesbeamter, um selbst den Hafen der Ehe anzusteuern. Und die Pause hilft, ein Problem abzumildern: Die Westpfalzhalle, Trainingsort der VTZ, wird direkt mit Ferienbeginn für mindestens drei Wochen geschlossen. Umfangreiche Sanierungsarbeiten stehen an. „Natürlich nicht optimal für uns“, sagt Schwarz. Für seine Spieler heißt das in der zweiten Vorbereitungsphase viel fahren: Nach derzeitigem Stand wird dann in Rodalben und Niederwürzbach trainiert, Testsspiele werden auswärts absolviert. Zweimal reist die VTZ nach Luxemburg, am 8. August nimmt sie am Karlsberg-Cup in Dansenberg teil. (add)