Kolumne Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel VB Zweibrücken hat Siege lange aufgespart

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Favoritenschreck

Wieder mal war ein Spitzenteam, diesmal der SC Weselberg, der Gegner des Landesliga-Tabellenletzten VB Zweibrücken. Wieder einmal, hieß es nach dem Sieg in der Vorwoche – dem ersten überhaupt in dieser Spielrunde gegen Tabellenführer SG Eintracht Bad Kreuznach –, dass drei Punkte gefeiert werden durften. 2:1 gewann die Mannschaft vom Hornbachstaden, weil Spielertrainer David Schwartz und Luca Genova trafen. Fair-Play bewies dabei Jascha Conzelmann, als die Unparteiische Sophie Burkhart einen Foulelfmeter (43.) für den SCW pfiff. Conzelmann gab nach Protesten der Gäste zu, nicht gefoult worden zu sein, weshalb der Elfmeter zurückgenommen wurde.

„Die Siege haben wir uns erkämpft, auch ein Stück angespart. Wir haben in den vergangenen Wochen auch nicht schlecht gespielt. Jetzt hat es mal geklappt. In manchen Spielen war die Chancenauswertung von uns auch nicht gut“, meinte Schwartz nach dem zweiten Saisonsieg. „Es fühlt sich gut an, jetzt wo es gegen Saisonende geht. Einige haben uns komplett abgeschrieben. Das war auch mal ein Lebenszeichen“, fügte der VBZ-Spielertrainer an. Leise Hoffnung besteht zudem, weil es auch Gespräche gibt, dass es weniger als vier Absteiger aus der Landesliga West geben wird.

In eigener Hand

Ab jetzt hat es die SG Knopp/Wiesbach selbst in der Hand. Aber Achtung – das war schon in der vergangenen Saison so. Weil Klassenprimus Ramstein mit 1:2 in Alsenborn verlor, und die SG parallel mit 4:0 beim Tabellenletzten der Bezirksliga-Aufstiegsrunde, dem VfB Reichenbach, gewann, kann die Mannschaft von Trainer Sanel Nuhic nunmehr mit vier Siegen zum Saisonabschluss aus eigener Kraft Meister werden, weil auch noch Ramstein auf dem Spielplan steht. Aber zwischen dem großen Jubel und Aufstieg in die Landesliga und dem erneuten Scheitern im Aufstiegskampf liegen nur Nuancen. Denn zwischen dem ersten Platz, den derzeit Ramstein innehat, und dem sechsten Rang, auf dem derzeit der TuS Bedesbach-Patersbach liegt, liegen nur vier Zähler.

Andere Qualitäten

So wirklich zum Zug kommt Paul Stegmann, vormals bei der SG Knopp/Wiesbach, kurz vor Saisonbeginn zum FK Pirmasens II gewechselt, bei seinem neuen Verein nicht. Einsätze sind absolute Mangelware, weil entweder ein Torhüter aus dem Oberligateam der Schuhstädter zwischen den Pfosten steht, oder aber Stammtorhüter Benedikt Fath versucht, Gegentreffer des Gegners zu verhindern.

Beim Derby gegen die Hermersberger waren auch mal andere Fähigkeiten von Stegmann gefragt. Denn gleich mehrfach musste er den Botenjungen spielen und Ausrüstung für seine Teamkollegen aus der Kabine holen. In hohem Tempo sauste Stegmann kurz vor dem Pausentee, an der Seitenlinie entlang und brachte Fußballschuhe für Mittelfeldspieler Noah Buchmann, der auf dem Geläuf mit seinen Tretern nicht so recht Halt fand. „Sind das die Richtigen?“, rief FKP-Co-Trainer Timo Sammel nach Stegmanns Übergabe der Schuhe in Richtung Buchmann. So zumindest erledigte der FKP-Ersatztorhüter seinen Job in Sachen Teamwork.

Feierbiester

Fast 90 Minuten standen die Spieler des SV Großsteinhausen vor dem Einlass des Stadions Am Steingarten in Hermersberg. Nach dem 2:2 gegen Verfolger SV Hermersberg II gab es für die Großsteinhauser wohl einiges zu feiern. Denn bei noch fünf ausstehenden Spielen, einem weniger als der SVH, hat Großsteinhausen weiter drei Zähler Polster auf die Mannschaft von der Sickinger Höhe. Bis zur 83. Spielminute sah es sogar nach einem Dreier für die SVG um Spielertrainer Max Kochmann aus. Dass es am Ende nur einen Punkt gab, änderte nichts an der Feierei nach der Spitzenpartie. „Wooooo hey“, rief das Großsteinhauser Team samt Anhang beim Anstoßen mit einem kühlen Gerstengetränk und zeigte sich bis weit nach der Partie in bester Laune.

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