Contwig
Unerwartete Rettung aus der Nachbarstadt für die Stambacher Fußballerinnen
Nicht allzu rosig war das erste Jahr in der Landesliga. In der wegen des Coronavirus abgebrochenen Saison holte der SCS nicht einen Punkt. Auch das Verhältnis von 9:48 Toren war stark defizitär. „Wir haben von Anfang an Lehrgeld bezahlt, hatten aber auch langfristige Verletzungen von Spielern, die wir eingeplant haben“, erzählt Entenmann. Der Sportclub brauchte lange, um zu besseren Ergebnissen zu kommen.
Zehn Spielerinnen gehen
Nach dem Saisonabbruch im März, konnte die Mannschaft nicht ihre übliche Besprechung abhalten. So fand die Teamsitzung erst Mitte Juni statt, kurz vor Ende der Wechselfrist. „Wir hatten zehn Spielerinnen, die aus verschiedenen Gründen gesagt haben, dass sie nicht mehr spielen können“, erzählt Entenmann. Es war eine kritischen Situation für die langjährig bestehende Damenmannschaft des SCS. Auch ein Gang in die Bezirksliga sei besprochen worden, wegen der vielen Spiele gegen Neunerteams aber nicht vollzogen worden. „Es war auch die Stimme der Mannschaft, die keine Lust auf diese Spiele hatte.“
Zwischenzeitlich hatte der TuS Rimschweiler, noch vor der Teambesprechung, wegen einer Spielgemeinschaft angefragt. „Der Stambacher Kader hätte die Verbandsliga-Mannschaft aus Rimschweiler unterstützt“, so Entenmann. Jedoch sei er zu diesem Zeitpunkt noch davon ausgegangen, dass er ausreichend Spielerinnen zur Verfügung habe. „Ich bin ohnehin kein Freund von Spielgemeinschaften. Eine Mannschaft muss wissen, wo sie hingehört“, stellt Entenmann unmissverständlich klar.
Die Rimschweilerinnen
Die Rettung nahte dann doch aus Rimschweiler. Der bisherige Verbandsligist fällt auseinander. So stellt der TuS künftig im Optimalfall noch eine Neunermannschaft in der Bezirksliga. Ohnehin war Jana Sefrin, Kapitän des TuS Rimschweiler, zum SCS gewechselt. „Sie ist im Verein verwurzelt, aber sie kam aus freien Stücken zu uns. Es hat nichts mit ihrem Vater Bernd Sefrin zu tun“, bekräftigt Entenmann. Bernd Sefrin ist Vorstand in Stambach.
Dennoch folgten weitere Spielerinnen aus Rimschweiler Jana Sefrin. „Es war eine Gruppe von sechs Spielerinnen, die im Verbund wechseln wollten“, erklärt der SCS-Trainer. Denn mit Nora Hempel, Luisa Welsch, Leona Welsch, Laura Werle, Sophie Enkler und Melanie Boßlet wechselte gleich ein Sextett nach Stambach.
Kein Verein im Verein
Ein Verein im Verein? „Nein“, stellt Entenmann klar. Darüber habe es umfassende Gespräche gegeben, und „da werden wir noch öfter drüber sprechen. Von dieser Zusammensetzung kann aber jeder profitieren. Es darf aber keine zwei Haufen geben, wir müssen kommunizieren“, stellt Entenmann klar. Und er weiß: Aufgrund der Neuverpflichtungen kann er sicher sein, dass die kommende Saison besser verlaufen wird als die vergangene.