Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TV Homburg bestraft VTZ-Nachlässigkeiten mit Kontern

Shakehands: VTZ-Trainer Marek Galla (links) wusste, dass bei Steffen Eckers starken Homburgern nicht viel drin war. Dafür zeigte
Shakehands: VTZ-Trainer Marek Galla (links) wusste, dass bei Steffen Eckers starken Homburgern nicht viel drin war. Dafür zeigte Gallas Mannschaft aber eine gute erste Hälfte.

Der Liga-Primus zieht weiter ungestört seine Kreise, ließ auch erwartungsgemäß Schlusslicht VTZ Saarpfalz keine Chance: Beim TV Homburg verlor die VTZ am Samstag mit 22:32 (11:15), zog sich dabei über weite Strecken des Spiels aber gut aus der Affäre.

„Das war gerade in der ersten Halbzeit ganz ordentlich von uns“, fand VTZ-Trainer Marek Galla. Homburg hatte mit einer schnellen 5:1-Führung nach sieben Minuten unmissverständlich klar gemacht, dass die Punkte erwartungsgemäß im Saarland bleiben würden. TVH-Rechtsaußen Tobias Alt, ausgebildet beim SV 64 Zweibrücken, war zu Beginn dreimal erfolgreich. Er gab VTZ-Torwart Pascal Glöckner, der den gesundheitlich angeschlagenen Norman Dentzer vertrat, das Nachsehen.

„Aber in der Folge ist es uns gelungen, unsere Angriffe wie geplant sehr lange auszuspielen. Und wir haben auch besser abgeschlossen als vor einer Woche“, war Galla mit dem, was seine Mannschaft bot, durchaus einverstanden. Nach zehn Minuten – Robin von Lauppert verwandelte den ersten Strafwurf für die VTZ – waren die Zweibrücker auf 4:6 herangerückt. Homburg behielt die Partie im Griff. Auch dank des früheren Bundesliga-Spielers Yves Kunkel im Rückraum, der jetzt mal für ein paar Minuten Vollgas gab, und vier der folgenden Homburger Tore erzielte.

Homburger haben auch die bessere Bank

12:6 führte Homburg nach 17 Minuten, aber Zweibrücken ließ sich noch nicht abschütteln. Moritz Michel, dem Galla attestierte, auf der Mittelposition ein gutes Spiel gegen die fast übermächtig große 6:0-Abwehr der Homburger gemacht zu haben – „er hat immer wieder Nadelstiche gesetzt, aber insgesamt sehr ruhig agiert“ – verkürzte auf 7:12, und Dominik Rifel traf zum 8:12. Nach Abdu Belhadi 11:15 ging es mit diesem Vier-Tore-Rückstand in die Pause.

„Aus der Pause sind wir sehr schlecht rausgekommen“, bilanzierte der Zweibrücker Coach dann allerdings . Jetzt wurden vorne reihenweise Bälle verloren, Homburg bestrafte das konsequent mit Kontern – 20:12 nach 39 Minuten. Marcel Groß, der seine Aufgabe auf der Außenbahn laut Galla gut gelöst hatte, traf zum 13:20. Aber zwei Minuten später hatte sich Homburg erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung rausgeworfen.

Danach habe man den Unterschied zwischen den Teams extrem gemerkt, bemerkte Galla. Die Qualität der TVH-Mannschaft sei, „dass sie wirklich jeden Fehler konsequent bestrafen“. Die VTZ hat jetzt eine Woche Zeit, um ein paar Wehwehchen auszukurieren, bevor es nach dem spielfreien Wochenende gegen direkte Abstiegskonkurrenz geht. „Da können wir hoffentlich das ein oder andere Positive aus dem Homburg-Spiel mitnehmen“, sagte Galla.

So spielten sie

VTZ Saarpfalz: Glöckner - Kraucevicius (2), von Lauppert (5/3), Rifel (2) - Graff (1), Rolshausen - Kreis (3) - Baumgart (3/3), Groß (2), Michel (2), Stauch (1), Belhadi (1)

Spielfilm: 5:1 (8.), 6:4 (11.), 12:6 (18.), 15:11 (Halbzeit), 20:12 (39.), 23:13 (42.), 32:22 (Ende) - Zeitstrafen: 3:2 - Siebenmeter: 6/6 - 8/6 - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Teich/Wagner (HV Saar).

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