Fußball
TuS Rimschweiler und VB Zweibrücken setzen Spielgemeinschaft fort
Im Februar wurde öffentlich, dass die beiden Vereine ihre Fußball-Spielgemeinschaft nach zwei Jahren aufkündigen wollen. Nun geht es doch über den Sommer hinaus weiter. Die RHEINPFALZ hat mit den Vorständen über die Beweggründe, Ziele, die Zukunft und die Trainerbesetzung gesprochen.
Nach dem offen kommunizierten Aus der SG und dem zwischenzeitlichen zweiten Abstieg in Folge versuchten die VB-Verantwortlichen, den Stadtrivalen TSC als neuen sportlichen Partner zu gewinnen. Der TuS plante alleinverantwortlich. Die Gespräche mit dem TSC wurden ohne Einigung beendet. Danach setzten sich die Vorstände von VB und TuS noch mal an einen Tisch. Am Pfingstmontag beschlossen sie, die aufgekündigte Zusammenarbeit fortzusetzen.
Fehler nicht wiederholen
„Die Fehler der Vergangenheit wurden von beiden Seiten angesprochen. Das soll uns in Zukunft nicht mehr passieren. Wir werden mehr kommunizieren und uns öfters zusammensetzen.“, berichtet Rimschweilers Vorsitzender Hans-Peter Schmidt. Für die VB übernahm Johannes Müller das Wort: „Es ist nicht so, dass sich die Vorstände untereinander nicht verstanden haben oder eine miese Stimmung war, sondern es war eine funktionierende und fusionierende Arbeit, die ab einem gewissen Punkt alleine fortgesetzt werden sollte“, verdeutlichte der Vorsitzende der Bewegungsspieler.
Bei der Neuausrichtung wurde von beiden Seiten bemerkt, dass die Schnittmengen groß sind und sie als gemeinschaftliche Einheit besser zu verfolgen sind. „Es wird in ein paar Jahren so kommen, dass es für viele Vereine, die es jetzt noch nicht verstehen, zu spät ist für eine Spielgemeinschaft“, ist sich Schmidt sicher: „Wenn wir jetzt schon gegensteuern, haben wir einen Vorteil.“ Darum wird die sportliche Vereinigung bereits im Jugendbereich beginnen.
Drei Trainer plus Schwartz
Bei den Herren wird die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken in der neuen Saison mit der ersten Mannschaft in der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken und mit der zweiten in der B-Klasse West auflaufen. Ein gleichberechtigtes Spielertrainerduo für die erste Mannschaft bilden Christian Zech (32, zurück vom saarländischen SV Schwarzenbach) und Felix Brunner (32). Ahmed El Khadem-Neuhäuser (38) übernimmt wie gehabt als Spielertrainer die Geschicke des B-Klasse-Teams.
Die Spieleraufteilung ist noch offen, wie Müller aufzeigte: „Wichtig ist, dass alle die gleichen Chancen haben, sich im Training für die A-Klasse-Mannschaft anzubieten. Wir wollen uns als Einheit sehen“, erklärt er. Deshalb würden beide Teams auch zusammen trainieren. Der TuS bringt nach Angabe seines Sportvorstands Marco Schwarz 27 Spieler mit, die VB laut Müller 15, sodass die Gesamtgröße für zwei Mannschaften genügen. Dann ist da noch David Schwartz, der die VB zuletzt betreute. Der 43-jährige Ex-Oberligaspieler wird als eine Art „verlängerter Arm“ des Trainer-Trios und als Bindeglied zu den Vorständen fungieren.
In A-Klasse vorne mitmischen
Die sportlichen Ambitionen in der kommenden A-Klasse-Saison formulierten die Verantwortlichen klar. „Wenn man aus der Bezirksliga absteigt und der Kader weitestgehend zusammenbleibt, dann sollte das Ziel der Ersten schon sein, attraktiven Fußball zu spielen und im oberen Drittel landen“, sagt Müller. Für die „junge zweite Mannschaft“ schätzt Schmidt die Sachlage schwieriger ein. „Die B-Klasse wird stark besetzt sein. Da wird es das erste Ziel sein, die Liga zu halten. Aber ich hoffe schon, einen Mittelfeldplatz zu erreichen.“