Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Turniersieg für die E-Junioren der SG Zweibrücken beim Cap-Markt-Cup

D-Jugendturnier beim Cap-Markt-Cup: Julius Sattler (links) von der SG Zweibrücken im Spiel gegen Nieder-Olm beim Torwurf.
D-Jugendturnier beim Cap-Markt-Cup: Julius Sattler (links) von der SG Zweibrücken im Spiel gegen Nieder-Olm beim Torwurf.

In Zweibrücken befinden sich rund 200 Handball-Nachwuchsspieler in der Vorbereitung auf die neue Saison. Ein Höhepunkt der Vorbereitung ist immer der Cap-Markt-Cup der SG SV 64/VT Zweibrücken. Die Jungs waren am Wochenende gefordert.

„Wir haben es in der Kabine schon gesagt, die decken offen.“ Kai Schumann und sein Co-Trainer Christian Vater lenken kurz vor Abschluss des D-Jugend-Turniers beim Cap-Markt-Cup der SG SV 64/VT Zweibrücken den Fokus ihrer Spieler noch mal auf den Gegner Nieder-Olm. Erfolgreich. Mit einem klaren 14:3-Erfolg beendet der Zweibrücker Handball-Nachwuchs sein Turnier. „20 Minuten Vollgas“, fordert Schumann. Das beherzigen seine Jungs kurz vor 12 Uhr am Samstag. Die D-Junioren haben den Cap-Markt-Cup eröffnet, der für alle Teilnehmer kurz vor Saisonstart immer eine gute Standortbestimmung ist.

Das Maß aller Dinge in der D-Jugend: das Handball-Leistungszentrum Friesenheim/Hochdorf. Die hätten locker drei D-Jugend-Mannschaften schicken können. Die Besten sind in Zweibrücken am Start und der ein oder andere Fan reibt sich ob der körperlichen Überlegenheit der HLZ-Spieler schon mal die Augen. Auch spielerisch sind sie eine Klasse für sich. „Ich habe noch nie eine so gute D-Jugend gesehen“, gratuliert SG-Jugendkoordinator Stefan Bullacher den HLZ-Spielern zum ungefährdeten und verdienten Turniersieg.

Parallele zu Olympia

Auch die Zweibrücker Jungs schlagen sich gut. „Ein bisschen geärgert hat mich, die minutenlange Schlafmützigkeit im Spiel gegen Offenbach“, sagt Schumann. Samstagmorgen 9 Uhr, das war offensichtlich nicht die passende Uhrzeit für seine Jungs. „Es gibt nur eine Mannschaft, die morgens um 9 Uhr erfolgreichen Handball spielen kann und das ist die deutsche Handball-Nationalmannschaft bei Olympischen Spielen“, sagt Uwe Schumann, der Vater des SG-D-Jugend-Trainers lachend in Erinnerung an die frühen Anwurfzeiten in Paris. Mit einem Tor Unterschied verlieren die Zweibrücker gegen den TV Offenbach, ziehen sich anschließend bei der 5:18-Niederlage gegen Friesenheim/Hochdorf achtbar aus der Affäre. „Die Einstellung in dem Spiel war richtig gut. Die wollen wir wieder sehen“, gibt Schumann den Jungs vor dem Nieder-Olm-Spiel mit aufs Feld. Wird erfolgreich beherzigt.

Cap-Markt-Cup, das ist Jugendhandball auf hohem Niveau. „In vielen Altersklassen spielen hier die jeweiligen Landesmeister, dazu kommt der gute Nachwuchs aus dem benachbarten Frankreich“, sagt Stefan Bullacher. Direkt nach der D-Jugend spielen die B-Junioren. In dieser Altersklasse führt kein Weg an der SG Pforzheim/Eutingen vorbei. Die SG aus Baden-Württemberg ist – wie Zweibrücken – seit Jahren ein Garant für Top-Nachwuchsarbeit auch in einem vermeintlich kleineren Verein.

Starke E-Junioren

Etwas unglücklich müssen sich die Zweibrücker B-Junioren zum Auftakt Pforzheim mit 11:13 geschlagen geben. Aber die SG-B-Junioren dürfen bei ihrem Heimturnier auch einmal jubeln. Gegen Nieder-Olm klappt es mit dem erhofften Sieg. 13:9 setzt sich das von Bullacher trainierte Team durch, das sich zum Abschluss eines kräftezehrenden Turnieres den Handballern aus Metz deutlich geschlagen geben muss.

Am Sonntag setzen die von Christian Gauf trainierten Zweibrücker E-Junioren ein Zeichen und machen deutlich, dass die kommende Meisterschaft nur über sie entschieden werden wird. Drei Spiele, drei Siege lautet die makellose Bilanz der Zweibrücker, die in dieser Altersklasse dem HLZ Friesenheim/Hochdorf keine Chance lassen: 19:6 gewinnen sie nach 20 Minuten Spielzeit.

Nuancen entscheiden

Den SG-Jüngsten wollen die C-Junioren, die kürzlich im Trainingslager in Stuttgart den letzten Schliff erhielten, nicht nachstehen. Sie starten mit einem klaren 19:3-Sieg gegen Saarlouis. Das für sie entscheidende Spiel gegen Pforzheim/Eutingen verlieren sie aber. „Man hat gesehen, das sind zwei Mannschaften auf Augenhöhe, da entscheiden Nuancen“, sagt SG-Trainer Stefan Bullacher, dessen Team, das Testspiel eine Woche zuvor in Pforzheim für sich hatte entscheiden können. Nach Siegen gegen Nieder-Olm und Thionville dürfen sich die C-Junioren über Platz zwei freuen und über die Gewissheit, gut gerüstet für die bevorstehende Regionalligasaison zu sein. Den Beweis wollen am kommenden Wochenende auch die Nachwuchshandballerinnen der SG Zweibrücken antreten. Dann spielen sie um den Cap-Markt-Cup.

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