Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Trofeo-Etappe am Samstag mitten durch Zweibrücken

Durch den schönen Bliesgau führt auch die 34. Saarland Trofeo, ein Radrennen für A-Junioren aus der internationalen Nations’ Cup
Durch den schönen Bliesgau führt auch die 34. Saarland Trofeo, ein Radrennen für A-Junioren aus der internationalen Nations’ Cup-Serie. Am Samstag ist Zweibrücken erstmals Start- und Zielort einer Etappe.

Wer gerne hochklassigen Nachwuchssport sieht, sollte am Samstag früh auf den Herzogplatz kommen. Dort starten Top-A-Junioren bei der „Saarland Trofeo“ zum Einzelzeitfahren – mit einem steilen Anstieg und einer rasanten Abfahrt.

Die Saarland Trofeo beginnt am Donnerstag bei ihrer 34. Auflage genau dort, wo schon bei ihrem Debüt im Jahr 1988, damals noch als Trofeo Karlsberg, das Peloton auf die Reise geschickt wurde: am Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Damals war das Rennen, das der Jugoslawe Roman Judèz gewann, nur wenige Stunden lang. Heute gehen bei dem A-Junioren-Rennen der internationalen Nations’ Cup Serie 22 Teams, darunter 17 Nationalmannschaften, 432 Kilometer an vier Tagen auf fünf Etappen an. Erstmals ist Zweibrücken dabei auch Start- und gleichzeitig Zielort – beim Einzelzeitfahren am Samstagmorgen.

Bexbacher Blumengarten als Zielort

Los geht das Viertagesrennen am Donnerstag ab 16.15 Uhr mit der 98-Kilometer-Etappe „Preis der Terrag“ von Bliesbruck-Reinheim nach Neunkirchen-Furpach. Nach zwei Runden zu Beginn fährt das Peloton über Rubenheim, Aßweiler, Niederwürzbach und Kirkel nach Neunkirchen, wo zum Abschluss nach mal drei Runden gedreht werden, bevor in Furpach, im Wohnort des Ex-Europameisters und ehemaligen deutschen U21-Nationaltrainers Stefan Kuntz, gegen 18.30 Uhr die Ziellinie überquert wird. Ex-Weltmeister Andreas Walzer, der den Contwiger Albert Müller erstmals als Trofeo-Rennleiter ablöst und die Streckenführung maßgeblich geplant hat, sagt zur Startetappe: „Ich erwarte ein sehr aktives Rennen und gehe von einem Massenspurt in Furpach aus.“

Am zweiten Tag warten beim Straßenrennen von Friedrichsthal nach Bexbach ab 16 Uhr 90 Kilometer auf die A-Jugendlichen. Der „Preis des Buchholz Fachinformationsdienstes“ endet für die 17 Nationalteams mit Deutschland, Vorjahressieger Norwegen, dem 2020 siegreichen Team aus Dänemark und unter anderem Belgien, Frankreich, Italien und der Slowakei direkt vor dem Blumengarten der Stadt Bexbach. Sie ist erstmals Etappen-Zielort der Trofeo, wie auch Friedrichsthal als Startort.

Sehr schweres Einzelzeitfahren in Zweibrücken

„Das war ein ziemlich neues Terrain für uns. Das wird eine schwere Prüfung für alle“, sagt Andreas Walzer zur Streckenführung der zweiten Etappe, auf die auch drei französische Regionalteams und die zwei deutschen Regionalteams Thüringen und Wipotec aus Rheinpfalz-Pfalz gehen. „Da gibt es auf der Spießer Höhe einen sehr steilen, anspruchsvollen Anstieg“, gibt er Einblick ins Streckenprofil.

Am Samstag, ab 10 Uhr, ist dann Zweibrücken dran. Nachdem die frühere „Pfalzetappe“ von Homburg über Mörsbach und Käshofen nicht mehr gefahren wird, ist die Stadt beim „Preis der Hylo“ diesmal sogar Start- und Zielort. Kein Wunder, dass Kulturamtsleiter Thilo Huble bei der Streckenpräsentation am 12. Mai im Gersheimer Kulturhaus vor Ort war. Bei dem 14 Kilometer langen, „sehr schweren Einzelzeitfahren“ (Walzer) vom Start auf dem Herzogplatz nach Niederauerbach, über die Gersbergerhofstraße steil hinauf in Richtung Deponie und dann über die Fachhochschule rasant hinab zurück in Richtung Herzogplatz kann sich im Gesamtklassement die Spreu vom Weizen trennen. Zumal nachmittags ab 16 Uhr dann noch eine lange Etappe (115 km) von Aßweiler ins französische Bitche ansteht.

Vor der Schlussetappe am Sonntag über vier Runden um Gersheim (116 km, Start 10.30 Uhr) um den Preis des Hauptsponsors, der LVM-Versicherung, sollte dann laut Walzer die Hackordnung im Feld längst klar sein.

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