Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Trainingsauftakt beim SV 64: Handballer laufen und spielen wieder mit dem Ball

Sie laufen wieder: Trainingsauftakt der SV64-Handballer in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle.
Sie laufen wieder: Trainingsauftakt der SV64-Handballer in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle.

Handball: Eines war am Montag vom ersten Moment an in der Ignaz-Roth-Halle spürbar: Freude pur und salopp gesagt Bock auf Handball. Mit viel guter Laune starteten die Handballer des SV 64 Zweibrücken in die Vorbereitung auf die Drittligasaison. Der Aufsteiger bereitet sich in den nächsten Wochen intensiv auf den Saisonstart vor.

Der Starttermin für die neue Saison steht allerdings noch nicht fest. „Wir gehen jetzt mal von einem Saisonstart im September, spätestens Oktober aus“, sagt SV-Meistertrainer Stefan Bullacher.

Entscheidung am Sonntag?

Zum wiederholten Male haben die Liga-Verantwortlichen die Entscheidung über den Starttermin vertagt. Auf kommenden Sonntag. „Es wäre gut, wenn die Ungewissheit mal vorbei wäre“, sagt SV-Abwehrchef Tom Grieser in einer Trinkpause in der ersten schweißtreibenden Trainingseinheit in der Ignaz-Roth-Halle seit März. Corona-bedingt waren damals bekanntlich alle Sporthallen geschlossen worden. Jetzt ist das „Wohnzimmer“ des Oberliga-Meisters wieder offen.

Alle wissen, dass Corona jederzeit alle Planungen über den Haufen werfen kann. „Aber wir müssen ja mal planen“, sagt Bullacher. Er bittet deshalb nach dem trainingsfreien Juni im Schnitt viermal wöchentlich zum Training. Mit dabei sind die Neuzugänge Tim Götz, der vom Drittligisten TV Hochdorf kam, und Torwart Alexander Dörr, der vom Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz zum SV 64 gewechselt ist. Sein Gespannspartner Marko Ivankovic darf noch ein bisschen Heimatgefühl in Kroatien tanken.

Die Hallentüren sind geöffnet. Zur 14-köpfigen Trainingsgruppe gehören Torwart Alex Sema, vergangene Saison der Rückhalt der zweiten Mannschaft des SV und A-Junior Peter Gohl. Mit Laufeinheiten startet das Hallentraining. Es wird schnell schweißtreibend.

Modus oberkörperfrei

Kapitän Phillipp Hammann wechselt in den Modus oberkörperfrei. „Noch zehn, neun …“, zählt Bullacher mit Blick auf die Stopp-Uhr runter. Kurze Pause und wieder „los“. Nachdem die Halle laufend vermessen ist, sagt Bulli: „Ihr könnt jetzt erst mal was trinken“.

Es folgt der Trainingsteil, den nicht jeder mag: Gymnastik. „Die Einheit macht heute Hubi“, sagt Bullacher. Hubi, Rückraumspieler Christopher Huber, hat wie manch anderer die vergangenen Wochen sichtlich genutzt, um Muskeln aufzubauen. Aber Handball ist eben nicht nur Schnelligkeit und Kraft, es ist auch Kopfsache und Beweglichkeit. An letzterer wird im Gymnastikteil gearbeitet. Mal mehr, mal weniger elegant.

Aufgeblasene Abwehr

Währenddessen pumpt Bullacher Luft in die Air-Bodys, die als Abwehrspieler genutzt werden. Übungseinheit um Übungseinheit baut aufeinander auf. Zunächst Angriff, dann Abwehr. Klar, dass Abwehr-Ass Benny Zellmer zu den ersten gehört, die zeigen, dass sie das Verteidigen nicht verlernt haben. „Nach so langer Zeit fehlt noch einiges, ist manches ein bisschen verschüttet“, sagt Bullacher schmunzelnd. Läuft alles nach Plan sind die ersten Testspiele gegen Offenbach und Großsachsen geplant. In einem dreitägigen Trainingslager in Köln sollen der ohnehin schon sehr gute Teamgeist und die handballerischen Fähigkeiten vertieft werden.

Aber auch in diesem Training kann Bullacher schon einige Komplimente verteilen. Für ansatzlose Würfe, geniale Anspiele, aufmerksame Abwehrarbeit, Torhüterparaden, und, und, und. Nach 90 Trainingsminuten werden die lange vermissten Handbälle weggelegt. Zum Abschluss heißt es: 30 Minuten Krafttraining.

Kader

Tor: Marko Ivankovic, Alexander Dörr

Feld: Phillipp Hammann, Marc-Robin Eisel, Benny Zellmer, Tom Grieser, Tom Ihl, Christopher Huber, Niklas Bayer, Tim Götz, Tim Schaller, Kian Schwarzer, Sebastian Meister, Tobias Alt.

Packt an: Trainer Stefan Bullacher.
Packt an: Trainer Stefan Bullacher.
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