Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Training beim SV 64 Zweibrücken wird zum Tagesgeschäft

Bis zur nächsten Ansprache Stefan Bullachers in einer Auszeit eines Drittliga-Spiels seiner Mannschaft SV 64 Zweibrücken wird wo
Bis zur nächsten Ansprache Stefan Bullachers in einer Auszeit eines Drittliga-Spiels seiner Mannschaft SV 64 Zweibrücken wird wohl noch einige Zeit vergehen.

„Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ – ein bisschen so fühlt sich Handball-Drittligist SV 64 Zweibrücken wohl derzeit. Erst Saisonbeginn in der Staffel Mitte Anfang Oktober mit zwei Spielen, dann Team-Quarantäne gefolgt vom November-Lockdown. Zuletzt hatten die Zweibrücker im Saarland trainiert – und das nach dem Verlängern der Einschränkungen vergangene Woche auch wieder aufgegeben.

Denn nach der neuesten, der 13. Corona-Verordnung des Landes Rheinpfalz-Pfalz, die ab Dienstag, 1. Dezember, gültig ist, sollen die Zweibrücker als „Spitzensportler der Dritten Liga“ ihre Übungseinheiten wieder in Zweibrücken abhalten und sogar spielen dürfen. Es gibt aber wohl Einschränkungen: Die Sportfachverbände – im Fall der Dritten Liga der Deutsche Handball-Bund (DHB) – oder die Ligaverantwortlichen müssen ein Hygienekonzept vorlegen, eines nur vom Verein reicht nicht mehr aus. Zuschauer sind ohnehin nicht zugelassen. Ob die Kommunen als Träger – hier die Stadt Zweibrücken – die Sportstätten für die Drittligisten dann auch tatsächlich wieder öffnen, war gestern noch offen.

Januar-Termin für Wiederbeginn des Spielbetriebs kaum haltbar

Beim SV 64 Zweibrücken indes hat sich seit Mitte vergangener Woche aber erst mal nichts geändert: Trainer Stefan Bullacher ist – wie schon im Frühjahr– in Kurzarbeit, die Spieler trainieren individuell. „Wir freuen uns natürlich über die Entscheidung des Landes. Es ist super, dass wir die Option haben, wieder zu trainieren“, sagt der 51-Jährige. Dennoch sei beim SV 64 die Trainingsarbeit derzeit auf Eis gelegt, weil die Dritte Liga ein Flickenteppich sei. „Wir waren in Rheinland-Pfalz ja nicht die einzigen, die im November nicht trainieren durften. In Nordrhein-Westfalen regeln das, glaube ich, sogar die einzelnen Kommunen“, verdeutlicht Bullacher. Und in Bayern durfte der HC Bad Neustadt erst trainieren und nun nicht mehr– und der TV Kirchzell gar nicht.

Der SV-Coach geht im Moment ganz fest davon aus, dass der auf den 9./10. Januar 2021 verschobene Spielbetrieb da noch nicht startet. „Da wird noch niemand wieder spielen“, glaubt er angesichts der Trainingssituation der Vereine. Denn drei bis vier Wochen Vorlauf bräuchten die Klubs schon zur Vorbereitung, das hatte auch der DHB bei der Verschiebung so gesehen. Bullacher mutmaßt wegen der noch nicht stark gesunkenen Zahl der Corona-Infektionen, dass der Neustart der Liga im neuen Jahr weiter nach hinten verschoben wird. „Es ist ein Tagesgeschäft zurzeit. Sobald es erforderlich ist und wir wissen, ab wann wirklich wieder gespielt werden kann, legen wir sofort los“, kündigt der A-Lizenz-Inhaber an.

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