Zweibrücken
Tipp zum Tag der Architektur: Der Neubau der Inneren Medizin im Homburg
Beim rheinland-pfälzischen Tag der Architektur, am Samstag, laden in Homburg gleich vier Gebäude zur Besichtigung ein – während für Zweibrücken und das Zweibrücker Land nichts gemeldet wird. Der bundesweite Aktionstag steht unter dem Motto: „Räume prägen“.
Das größte Gebäude im Quartett ist der Neubau der Inneren Medizin an der Homburger Uniklinik, Kirrberger Straße 100, Gebäude 41, von 2018. Der zum Teil auf Stelen liegende Bau, was an die 20er Jahre erinnert, fällt außen durch seine hohen Fensterfronten auf und die schmalen Grünstreifen. Innen muten weiße, geometrisch strenge Treppen und Galerien eher wie ein Museum für moderne Kunst an. Und in der Tat: im Foyer und im sogenannten Raum der Stille befinden sich auch Kunstwerke, die sehr gut zur architektonischen Gestaltung passen. Treffpunkt am Samstag ist um 11 und 14 Uhr im Eingangsfoyer. Dort gibt es erst mal Erläuterungen zum baulichen Konzept, dann Führungen in interessante Bereiche der Krankenversorgung, Logistik und eine Kurzpräsentationen im Hörsaal zu den architektonisch und technischen Besonderheiten (Architekten: Wörner, Traxler, Richter, Frankfurt/Dresden/München, eines der größten Architekturbüros Deutschlands).
Zwei Bürogebäude bieten sich ebenfalls in Homburg an. Da ist der Neubau der Firma Omlor Am Zunderbaum 8. Der Neubau des Büro- und Seminargebäudes von 2018 fügt sich nahtlos an die vorhandenen Gebäude an. Der stützenfreie Großraum im Erdgeschoss fällt durch seine LED-Decken-Beleuchtung auf. Besichtigung: Samstag 10 bis 14 Uhr am Pförtnerhaus (Architekturbüro Hans Rollmann und Partner, Homburg).
Wie baut man ein Haus von 1807 um?
Das zweite Bürogebäude ist der Umbau eines Hauses von 1807 der Firma Tribast in der Kanalstraße 2. Bei der Sanierung wollte man den Charakter des Gebäudes erhalten: Die alten Holzbalken der Dach- und Deckenkonstruktion im Obergeschoss gehören dazu. Im Erdgeschoss wurde die alte Raumstruktur beibehalten. Besichtigung: Sa 10 bis 15 Uhr (Architekten: Rainer Bastian, Bruchmühlbach-Miesau, Jürgen und Julia Triem, Krähenberg).
Mit einem Um- und Anbau präsentiert sich das Einfamilienhaus von Aline Klees-Rollmann, eine Stadtvilla aus dem Jahr 1900, in der Wirthstraße 1. Das Haus wurde entkernt, die Erweiterung aus den 50er Jahren ist nun in den Wohnbereich integriert. Der Anbau mit dem neuen Eingang mit Abstellraum und die Erweiterung der Garage fügen sich harmonisch ein. Der Clou sind die Holzfenster und großzügige, offene Grundrisse der bis zu drei Meter hohen Räume. Besichtigung: Samstag, 13 bis 15 Uhr. (Architekturbüro Hans Rollmann und Partner, Homburg).
Im Saarland können sich Interessierte am Tag der Architektur, der auch noch am Sonntag ist, sechs weitere Objekte ansehen. Das gesamte Programm zum Tag der Architektur in Deutschland findet man unter: www.tag-der-architekur.de. Es gibt auch eine kostenlose App „Tag der Architektur“.