Zweibrücken Terex: Keine betriebsbedingten Kündigungen

Die drohenden betriebsbedingten Kündigungen beim Kranhersteller Terex sind abgewendet. Das bestätigte gestern auf Anfrage der Verhandlungsführer der IG Metall, Ralf Cavelius. Nach monatelangen Verhandlungen habe man sich mit der Firmenleitung am Dienstagabend auf einen entsprechenden Vertrag einigen können.
Es bleibe allerdings dabei, dass das Werk Blieskastel-Bierbach verkauft wird, so Cavelius. Den dort Beschäftigten werde ein vergleichbarer Arbeitsplatz im Hauptwerk beziehungsweise im Werk Wallerscheid in Zweibrücken angeboten. Das Verwaltungsgebäude an der Dinglerstraße sei bereits größtenteils geräumt, die dortigen Mitarbeiter seien ebenfalls innerhalb des Werks verteilt worden. Cavelius zeigte sich mit dem Ergebnis der Verhandlungen gestern recht zufrieden: „Ich denke, da ist uns ein guter Abschluss gelungen.“ Das Schlimmste habe die Gewerkschaft abwenden können. Wie mehrfach berichtet, hatte Terex-Kranspartenchef Steve Filipov im Dezember angekündigt, wegen Auftragsrückgängen bis zu 30 Prozent der Stellen am Standort zu streichen, der zusammen rund 1600 Mitarbeiter hat. Von 306 Millionen Euro Verlust im Jahr 2016 hatte Filipov gesprochen. 2015 hatte die Kransparte noch einen Gewinn von 54 Millionen Euro ausgewiesen. Um die Kosten zu reduzieren, hatte Filipov Werksschließungen, die Auslagerung von Produktionsschritten und einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Die Details der Verhandlungsergebnisse zwischen Firmenleitung und Gewerkschaft vom Dienstag werden den Beschäftigten am Montagmorgen in einer Betriebsversammlung vorgestellt.