Zweibrücken
Tadano stellt 40 neue Leute ein und übernimmt die Lehrlinge
Beim Mobilkranenbauer Tadano-Demag scheint der Streit um den Einsatz von Leiharbeitern fürs Erste beigelegt. Man habe die Klagen vorm Arbeitsgericht gegen nicht erfolgte Zustimmungen des Betriebsrats zurückgezogen, erklärt Personal-Chef Frank Schättle. Bei Güteverhandlung im Oktober war die Befürchtung des Betriebsrates öffentlich geworden, die Geschäftsführung würde nur neun Monate nach der Massenentlassung von knapp 400 Mitarbeitern im Zuge der Insolvenz massiv auf Leiharbeit setzen. Von 330 geplanten Bestellungen war die Rede.
Tadano bestätigte Pläne, aufgrund einer schwankenden Auftragslage und schwer planbarer Beschäftigung, Fremdfirmen mit Aufgaben in den Werken betrauen zu wollen, allerdings sei die Zahl von 330 Arbeitnehmern nur ein langfristiger Rahmen. Keinesfalls plane man kurzfristige, Lücken im eigenen Personal damit zu füllen. Konkret hatte der Kranenbauer die Genehmigung zur Beschäftigung von drei Mitarbeitern in der Werkslogistik und drei Schweißern beantragt. Im Februar sollte nun das Arbeitsgericht urteilen. Die Klagen wurden zurückgezogen.
Betriebsrat bestätigt Einigung
Der Betriebsratsvorsitzende Eduard Glass bestätigte eine Einigung: „Die Geschäftsführung hat zugesagt, unbefristet 40 Mitarbeiter für den Stahlbau in der Dinglerstraße einzustellen und alle 22 im Februar auslernenden Azubis unbefristet zu übernehmen. Im Gegenzug sind wir bereit, den Einsatz von 40 Leiharbeitern hinzunehmen. Der Betriebsrat drängt weiter darauf, dass befristet Beschäftigte entfristet werden, bevor Leiharbeiter eingesetzt werden. Aber wir sind auch kompromissbereit.“