Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Tadano-Demag: Eigene Firmen für den Stahlbau geplant

Der Stahlbau von Tadano-Demag soll zur eigenen, ausgelagerten Firma werden. Werden weitere Abteilungen ausgegliedert?
Der Stahlbau von Tadano-Demag soll zur eigenen, ausgelagerten Firma werden. Werden weitere Abteilungen ausgegliedert?

Im Zuge der Sanierung plant die Geschäftsführung des Mobilkranenbauers Tadano-Demag auch die Ausgliederung von Abteilungen. Nach Informationen der RHEINPFALZ sollen unter anderem im Werk Dinglerstraße und im Werk Wallerscheid jeweils eigene Firmen für den Stahlbau gegründet werden, die dann als eigene GmbHs firmieren. Unter den 392 am Mittwoch über ihre bevorstehende Kündigung Informierten waren auch viele im Stahlbau Tätige. Dennoch verbleiben mehr als 100 im Stahlbau Beschäftigte, die nach dem Insolvenzplan vor einem Wechsel stehen. Im Tadano-Faun-Werk für Mobilkrane in Lauf bei Nürnberg wurde der Stahlbau schon vor Jahren ausgegliedert.

Lauf zuständig für Unterteil der Autokrane, Zweibrücken fürs Oberteil und die Auslieferung

Auch eine Trennung von Unter- und Oberwagen-Fertigung sieht der Plan vor (die RHEINPFALZ berichtete). Die Werke in Zweibrücken und das in Franken sollen dabei Hand in Hand arbeiten. Der Unterwagen, das Fahrzeug, soll künftig in Lauf gebaut und danach nach Zweibrücken geliefert werden. Bei Tadano-Faun sollen laut Sanierungsplan keine kompletten Autokrane mehr gebaut werden. Der Kranenaufsatz, der gesamte Oberwagen, soll in Zweibrücken gebaut werden. Zudem sollen Endmontage, Abnahme und Auslieferung in der Pfalz erfolgen. Geschäftsführer Jens Ennen, zuständig für Zweibrücken und Lauf, sprach wiederholt von einer kompletten Neuaufstellung der deutschen Standorte. Zu Details, wie die Umsetzung genau aussehen soll, will man sich vor den Gläubigerversammlungen am 18. Februar in der Zweibrücker Festhalle nicht äußern. Die Gläubiger der durch die Insolvenzeröffnung aufgelösten Tadano Demag GmbH sollen am Morgen über den Insolvenzplan abstimmen, die der Tadano Faun GmbH am Nachmittag. Bei Faun will man sich von 114 Mitarbeitern trennen. Weil Lohnbestandteile im vorläufigen Insolvenzverfahren nicht ausbezahlt wurden, sind auch einige Hundert Mitarbeiter zu Gläubigern ihrer Unternehmen geworden.

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