Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Tabellenzweiter eine Nummer zu groß für SG Rieschweiler

Den krieg ich: Idar-Obersteins Tormann Julian Beyhl (Nummer 50) steigt hoch zum Ball und fällt dann über Rieschweilers Pascal Em
Den krieg ich: Idar-Obersteins Tormann Julian Beyhl (Nummer 50) steigt hoch zum Ball und fällt dann über Rieschweilers Pascal Emser (in Weiß) zu Boden. Rechts daneben schaut SGR-Spieler Pascal Frank zu.

Nichts wurde es mit „Bonuspunkten“ für die SG Rieschweiler in der Verbandsliga Südwest gegen den starken Tabellenzweiten SC Idar-Oberstein im zweiten Heimspiel der Rückrunde. Erst eine Systemumstellung sorgte dafür, dass Rieschweiler richtig mitspielte.

Mit einem verdienten 4:1 (0:2)-Sieg entführte der Tabellenzweite SC Idar-Oberstein am Samstag verdient drei Punkte aus dem Christoph-Weis-Stadion und bleibt auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter SV Morlautern. Mann des Spiels war – nicht nur aus Sicht von SCI-Trainer Andy Baumgartner – Top-Torjäger Florian Zimmer, der in der Endphase des Spiels mit seinen beiden Treffern ( seine Saisontore 13 und 14) zum 3:1 (84.) und 4:1 (90.) für die Entscheidung sorgte. „Bei besserem Ausnutzen unserer Konterchancen in Durchgang zwei hätte der Sieg noch deutlich höher ausfallen können“, meinte Baumgartner. „Ansonsten sah man unsere spielerische Qualität, die sich am Ende durchgesetzt hat. Ein Lob aber für den Gegner, der besonders im zweiten Durchgang gut dagegenhielt, und uns mehr forderte als in der ersten Halbzeit.“

Rieschweilers Spielertrainer Patrick Hildebrandt erkannte den Sieg der Gäste vor rund 110 Fans neidlos an. „Wir kamen nicht ins frühe Pressing, weil der Gegner das nicht zuließ“, fasste Hildebrandt die erste Hälfte zusammen, in der sein Team gehörig durcheinander gewirbelt wurde. Nach Toren von Lennert Arend (20.) und Alex Xavier Do Nascimento (30.), der einen tollen Rückpass von Torjäger Zimmer ins rechte obere Toreck versenkte, stand es schon 2:0.

Hildebrandt: Idar-Oberstein hat uns keine Chance gelassen

In der zweiten Halbzeit stellte der SGR-Coach sein Team um, agierte fortan mit einem 4-1-4-1-System, was die Spielanteile aus Rieschweilerer Sicht deutlich erhöhte. Nun kamen auch die Gastgeber zu einigen gefährlichen Angriffen. Colin Brödel, der nach der Umstellung auf die linke Seite der Viererkette rückte, hatte in der Folge einige gute Aktionen in der Offensive. Die beste Chance war dabei seine scharfe Linksflanke in der 65. Minute, die Marc Arzt im Zentrum nur knapp verpasste. Auch sonst überzeugte Brödel mit einer engagierten Defensivleistung. Die Belohnung der SGR-Angriffsbemühungen kam in der 78. Minute, als Mittelfeldspieler Lukas Bißbort mit nach vorne rückte und eine Rechtsflanke mit dem Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie bugsierte.

Mehr ließ Idar-Oberstein aber nicht mehr zu. Wütende Konterattacken, die zum Leidwesen ihres Trainers Baumgartner aber leichtfertig vergeben wurden, waren die Folge. Am Schluss machte Torjäger Zimmer den Deckel drauf. „Man hat gesehen, dass Idar-Oberstein eine Mannschaft mit Oberliga-Format ist, die uns keine Chance gelassen hat. Auch wenn wir im zweiten Durchgang das ein oder andere Mal gefährlich in deren Strafraum kamen“, meinte SGR-Trainer Hildebrandt abschließend.

So spielten sie

SG Rieschweiler: Rohr - Homberg (46. Bayer), Frank, Emser, Hildebrandt, Lippick (80. Baur) - Ohlinger, Bißbort (80. Mayer), Colin Brödel - Arzt, Tüllner (72. Lohr).

Tore: 0:1 Arend (20.), 0:2 Xavier Do Nascimento (30.), 1:2 Bißbort (78.), 1:3 Zimmer (84.), 1:4 Zimmer (90.) - Gelbe Karten: Emser, Colin Brödel, Frank (alle SGR) - Beste Spieler: Hildebrandt, Colin Brödel - Schneider, Zimmer, Gedratis - Zuschauer: 110 - Schiedsrichter: Bender (Langweiler-Merzweiler).

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