Volleyball
SVK Blieskastel/Zweibrücken: Haarscharf an nächster Punkteausbeute vorbei geschrammt
Bis auf den Saisonauftakt bei Top-Favorit TGM Mainz-Gonsenheim hatte Oberliga-Aufsteiger SVK Blieskastel/Zweibrücken in den bisherigen vier Spielen immer 3:2 gespielt. Das heißt: Mindestens einen Punkt gab es immer für die Zweibrücker. Am Samstag war das erstmals anders.
Strittige Schiri-Entscheidung im vierten Satz
Mit 1:3 nach Sätzen (25:23, 19:25, 23:25, 24:26) verlor die SVK-Mannschaft um Spielertrainer Alexander Hoffmann in der heimischen Hofenfelshalle gegen den Tabellendritten TG Germersheim – keine Punkte diesmal. „Dabei waren wir denkbar knapp davor, wieder den fünften Satz zu erreichen“, berichtet Hoffmann. Denn bei 24:22-Führung hatte das SVK-Team sogar Satzbälle, konnte sie aber nicht verwerten. Bitter war besonders der zweite. „Das haben wir über außen angegriffen, und der Schiedsrichter hat angezeigt, dass unser Ball im Aus war. Auf dem Video hat man nachher aber genau gesehen, dass der Ball auf der Linie war“, haderte Hoffmann mit dieser Entscheidung.
Seine Truppe war mit einem Personalproblem angetreten: Es fehlten gleich zwei Spieler (der eine beruflich, der andere privat verhindert), die sonst auf der Mitte-Position mitmischen. Und der Ukrainer Volodymyr Bilopukhov, der da hätte spielen können, ist weg. „Er hat in einem Spiel mal wenig Einsatzzeiten gehabt und ist danach nicht mehr gekommen – schade“, sagt Hoffmann bedauernd.
Guter erste SVK-Satz, dann zu viele eigene Fehler
Ein anderer sprang dafür in die Bresche und gab sein Debüt in der ersten SVK-Mannschaft. „Wir haben Ruben Bohn aus der Zweiten hochgezogen. Der hat diese Woche nach einer studienbedingten Pause für seine Master-Arbeit erstmals wieder trainieren können“, erläutert Hoffmann. Der 1,88 Meter große 23-Jährige, der in Pirmasens wohnt und angewandte Chemie studiert, pritscht und baggert seit zwei Jahren für die Zweibrücker Volleyballer.
Bohn legte zusammen mit seiner Mannschaft einen guten ersten Satz hin. Und das, obwohl die Germersheimer laut Hoffmann beim Warmmachen in Sachen Angriff schon „einen sehr sehr starken Eindruck“ hinterließen. „Wir konnten dann allerdings gut dagegenhalten“, findet Hoffmann. Gegen die sehr schnellen Bälle der Gäste über außen hätten seine Spieler es in der Folge aber nicht geschafft, die TG-Spieler mit dem Block vor Probleme zu stellen. Der knappe Verlust des dritten Satzes sei ärgerlich gewesen, und auch im vierten habe sein Team zwischendurch ja schon höher geführt. „Aber da hatten wir einige unglückliche Fehler und waren ein paarmal in der Annahme zu schwach“, urteilt der Coach.
Grundsätzlich sieht er seine Mannschaft in der Oberliga angekommen. „Wir sind in den Spielen auf Augenhöhe. Es wäre aber wichtig, dass wir jetzt zwei gute Trainingseinheiten in maximaler Besetzung und so auch nach Konz fahren“, sagt er mit Blick aufs Spiel beim Vorletzten TG Konz (ein Sieg, vier Punkte) am Samstag.