Tennis
SV Martinshöhe: Im Jubiläumsjahr ruht der Spielbetrieb
Die Tennisabteilung in Martinshöhe wurde 1985 als Unterabteilung des Fußballvereins SV Martinshöhe gegründet. Initiator war im Jahr des ersten Wimbledon-Sieges von Boris Becker Wolfgang Klug, der dann auch Vorsitzender wurde. In diesem Jahr steht also das 40-jährige Abteilungsjubiläum an. Feierlichkeiten sind aber nicht geplant, was Meike Hettrich, die aktuelle Abteilungsvorsitzende, bedauert. Denn inzwischen ruht der Spielbetrieb mangels Spielermasse. „Vielleicht können wir uns mit spielwilligen Spielern Ende des Jahres mal zusammensetzen und beraten, ob wir für das nächste Jahr in irgendeiner Altersklasse eine Mannschaft für den Spielbetrieb des Tennisverbandes Pfalz melden können“, sagt Martinshöhes Sportwart Steffi Sehi optimistisch. „Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Bei der Vereinsgründung hatte der Club 30 Mitglieder, wuchs dann in den folgenden Jahren stetig bis auf 150 zahlende Mitglieder an. „Heute hat der Club noch 50 Mitglieder“, berichtet Sehi. „Seit 2022 hat wegen Personalmangels und Verletzungsgründen keine Martinshöher Mannschaft mehr an der Medenrunde teilnehmen können“, sagt er weiter. „Einige Spieler spielen teilweise in Nachbarclubs oder treffen sich sporadisch zum Spielen auf unseren Platz.“ Auch Sehi selbst schlägt inzwischen für den TC Rieschweiler-Mühlbach in der Altersklasse Herren 50 auf.
Jugendkooperation nach Corona eingeschlafen
In den Anfängen den Tennisclubs lief es dagegen sportlich ganz gut. Im Jahre 1987 wurden zwei Kunstrasenplätze gebaut. „Viele Arbeiten beim Bau der Plätze wurden in Eigenregie verrichtet“, lobt Meike Hettrich noch heute diese Eigeninitiative. In diese Anfangszeit fielen auch die sportlichen Erfolge der ersten Herrenmannschaft des TC Martinshöhe, die im Jahr 1990 von der D- in die C- Klasse aufgestiegen ist. „Damals haben wir unter meiner Regie auch einige offene Turniere für Spieler aus der Region ausgerichtet. Die waren gut besucht damals“, erinnert sich Sportwart Sehi. Zwischenzeitlich gab es auch mal eine Kooperation im Jugendbereich mit dem TuS Bechhofen, berichtet Hettrich. „Leider ist diese Partnerschaft nach Corona wieder zum Stillstand gekommen“, stellt sie fest. Nach den anfänglich guten Jahren ist der Spielbetrieb beim TCM dann etwas eingeschlafen.
„Erst mit der Renovierung der Plätze im Jahr 2014 gab es wieder einen kleinen Auftrieb“, sagt Sehi. „Wir haben damals sogar mit einer Herrenmannschaft und eine Herren 30-Mannschaft am Spielbetrieb teilgenommen.“ Wie gesagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.