Handball
SV 64 Zweibrücken zieht sich bei meisterlichen Löwen achtbar aus der Affäre
Danach hatte es vor Anpfiff nicht zwingend ausgesehen, auch wenn der Meister nicht mehr in bisheriger Bestbesetzung antrat. „Was allerdings die Qualität im Spiel der Rhein-Neckar Löwen nicht geschmälert hat. Jeder dieser Jungs wäre bei uns unter den ersten Sieben“, unterstrich Bullacher die Qualität des Gegners. Der empfing ein stark ersatzgeschwächtes Zweibrücker Team. Zum Abschluss der Trainingswoche hatten sich zunächst Abwehrchef Tom Grieser, der klar das emotional wichtigste Element im Team ist, und schließlich auch noch Linksaußen Sebastian Meister verletzt. „Das können wir nicht kompensieren“, bilanzierte Bullacher mit Blick auf die ohnehin vorhandenen Langzeitverletzten.
Das zeigte sich schnell auf dem Spielfeld. Die angreifenden Rhein-Neckar Löwen hatten meist leichtes Spiel. Linksaußen Max Kessler freute sich über zehn Tore. Auf der rechten Außenbahn war es Robert Krass, der immer wieder den Ball auf den Weg ins Zweibrücker Tor brachte.
Zweibrücker finden zurück ins Spiel
Robert Timmermeister, der eine Woche zuvor mit dem Siegtreffer gegen Leutershausen den Meistertitel für die Rhein-Neckar Löwen II perfekt gemacht hatte, war maßgeblich daran beteiligt, dass die Gastgeber von 3:3 (8.) auf 7:4 (12.) wegzogen. Das konnte Zweibrücken nie mehr egalisieren. Im Gegenteil, die Rhein-Neckar Löwen II bauten ihren Vorsprung nach der Pause auf zehn Tore aus. Krass war es, der zum 27:17 einnetzte. Zu diesem Zeitpunkt sprach nicht viel dafür, dass sich die Gäste achtbar aus der Affäre ziehen würden.
Taten sie aber, weil ihre Asse stachen. Auch Tim Götz traf neunmal, versuchte seine Mitspieler immer wieder in Szene zu setzen. Im linken Rückraum klappte das mit Philipp Kockler gut, im rechten Rückraum mit Niklas Bayer, der wie Kockler fünf Treffer erzielte. Zum Glück für die Zweibrücker hat Kreisläufer Kevin Knieps seine Fußverletzung weitgehend unbeschadet überstanden. Zehnmal netzte er ein. Seinen Abwehrpart, den normalerweise der verletzt fehlende Grieser spielt, übernahm Max Sema über 60 Minuten.
SV-Team geht als Achter in die Abstiegsrunde ab Ende März
Nach dem Zehn-Tore-Rückstand „hat wieder das funktioniert, was uns auszeichnet, wir geben nicht auf“, bilanzierte Bullacher. Knieps und Götz waren es in dieser Phase, die mit ihren Treffern den Rückstand Tor um Tor verkürzten. In der 58. Minute traf Götz sogar zum 32:34. Der SV war wieder ganz nah dran. „Aber näher sind wir nicht mehr gekommen. Dafür waren die Rhein-Neckar Löwen zu gut“, sagte Bullacher. Timmermeister war es, der mit seinem Treffer zum 35:32 keinen Zweifel am Sieg des Meisters aufkommen ließ.
Nach diesem vorletzten Spieltag steht damit fest, dass der SV 64 in der Abstiegsrunde spielen wird. Und es ist sicher, dass die Zweibrücker als Tabellenachter in die Runde gehen, die am 26./27. März beginnt. Laut Rahmenspielplan startet das SV-Team dann mit zwei Heimspielen in die Abstiegsrunde.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Dörr, Alexander Sema (31. - 45.) - Ihl (1), Götz (9), Kockler (5) - Hammann (1), Naumann (1) - Knieps (10/2) – Max Sema (1), Bayer (5), Hügel, Winter
Spielfilm: 3:3 (8.), 7:4 (12.), 14:9 (21.), 18:15 (Halbzeit), 27:17 (41.), 34:28 (54.), 34:32 (58.), 36:33 (Ende) - Zeitstrafen: 3:2 - Siebenmeter: 7/7 - 2/2 - Zuschauer: 180 - Schiedsrichter: Bernhardt/Zick (Pfälzer HV).