Handball RHEINPFALZ Plus Artikel SV 64 Zweibrücken nicht fit genug für Oberliga-Punkte in Bingen

Wieder auf dem Feld: Philipp Kockler (am Ball).
Wieder auf dem Feld: Philipp Kockler (am Ball).

Mit einer 27:31 (14:14)-Niederlage bei der HSG Rhein-Nahe Bingen sind die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken ins neue Jahr gestartet. Mitte der zweiten Hälfte waren bei vielen Zweibrückern die Kraftreserven aufgebraucht. Das nutzte Bingen, um sich verdient zwei Punkte zu sichern.

Mit die beste Nachricht aus Zweibrücker Sicht bei diesem Spiel: Philipp Kockler ist wieder gesund zurück auf dem Feld. Mit acht Treffern bewies der Mann im linken Rückraum, der wegen eines Mittelhandbruchs wochenlang hatte pausieren müssen, wie wichtig er für das Team ist. Den ersten Zweibrücker Treffer in Bingen erzielte Kockler.

Ein zurückgekehrter Kockler reichte aber noch nicht, um beim Tabellenfünften zu punkten. „Wir wussten ja, dass das mit diesem Kaltstart schwer werden würde“, sagte SV-Trainer Stefan Bullacher. Monatelang war die Trainingssituation schwierig gewesen, auch die geplanten Einheiten, um die Mannschaft, in die viele nach Verletzungspausen zurückkehrten, physisch wieder in eine bessere Form zu bringen, mussten zu Jahresbeginn teils abgesagt werden, fanden teils mit geringer Beteiligung statt, weil einige Spieler auch noch mit Erkältungen kämpften.

Soos’ doppelter Fehlwurf

Dass die Mannschaft von körperlicher Topform ein Stück weit entfernt ist, machte sich ab der 40. Minute bemerkbar. Bis dahin war die Partie ausgeglichen verlaufen. Gestützt auf einen gut haltenden Damian Zayac trugen die Zweibrücker zu einem ausgeglichenen Spielverlauf bei. Auch weil Kockler traf, im ersten Spielabschnitt sechs seiner acht Tore erzielte.

Bis zum 17:17 (38.) verlief die Partie auf Augenhöhe. Aber im Angriff vor dem 17. Zweibrücker Tor, das Kockler erzielte, ließ Adam Soos, der bis dahin sicher eingenetzt hatte, erstmals einen Strafwurf und den folgenden Nachwurf liegen. Noch einmal konnte Zweibrücken ausgleichen, musste Bingen dann aber ziehen lassen. Gegen kräftemäßig nachlassende Zweibrücker begann die HSG die Partie zu ihren Gunsten zu drehen.

Ein 5:0-Lauf entscheidet

Der achtfache Torschütze Johannes Sturm traf zum 18:17, der sechsfache Torschütze Hendrick Wald erhöhte auf 19:17. Es war der Auftakt zum entscheidenden 5:0-Lauf der Binger, die sich den Vorsprung nicht mehr nehmen ließen. „Bingen hat eine gute Mannschaft und der Sieg geht absolut in Ordnung“, resümierte Bullacher.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zayac, Foluszny – Naumann, Soos (7/2), Kockler (8) – Hammann (1), Kroner – Grieser (2) - Meister (3), Winter (1), Finck (2/2), Zellmer (2), Eberhard (1), Eisel

Spielfilm: 4:6 (10.), 8:8 (20.), 14:14 (Halbzeit), 17:17 (38.), 22:17 (43.), 26:20 (48.), 31:27 (Ende) - Zeitstrafen: 0:2 – Siebenmeter: 5/4:6/4 – Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Bentz/Weiler (Pfälzer HV).

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