Handball
SV 64 Zweibrücken im DHB-Pokal gegen Erstligist
In den 14 gelben Kugeln, die den zehn qualifizierten Drittligisten zugelost werden konnten, „versteckten“ sich auch zwei Erstligisten. Neben dem TuS Nettelstedt-Lübbecke noch der HSV Hamburg. „Das wäre das einzige noch etwas attraktivere Los gewesen“, sagte Bullacher. Diese Los garantiert den Handball-Fans nach fast einem Jahr Pause eine Woche vor dem Drittligastart eine stimmungsvolle Rückkehr in die Westpfalzhalle.
Dass mit Hamburg und Nettelstedt zwei Erstligisten im Lostopf lagen, war dem geschuldet, dass für die DHB-Pokal-Teilnahme die Ligazugehörigkeit 2020/21 entscheidend war. Der HSV stieg als Zweitligameister auf, Nettelstedt als Vizemeister. Damit sind die Ostwestfalen Rekord-Aufsteiger in die Erste Bundesliga. Zum siebten Mal stiegen sie ins deutsche Handball-Oberhaus auf. Trainiert wird Nettelstedt vom früheren langjährigen Trainer des VfL Gummersbach, Emir Kurtagic.
Spohn kennt sich schon aus
Als fünften Drittligisten zog Losfee Jutta Ehrmann-Holz, lange Jahre als Schiedsrichterin aktiv, die Zweibrücker aus dem Lostopf mit den roten Kugeln. Und dann aus den gelben Kugeln den erhofften Erstligisten. Die Belohnung für die Zweibrücker, die eine überragende Liga-Pokal-Runde zum Re-Start im Handball gespielt hatten – und sich so überraschend für den DHB-Pokal qualifiziert hatten.
Die Zweibrücker Handball-Fans dürfen sich unter anderem auf den zweitbesten Zweitliga-Torschützen der abgelaufenen Saison freuen. 216 Tore erzielte der aus der Talentschmiede der Füchse Berlin stammende Tom Luick Skroblien im Nettelstedter Trikot. Im linken Rückraum spielt Valentin Spohn, der 139 Treffer zum Erstligaaufstieg beisteuerte. Spohn spielte im April 2016, damals noch für die SG Leutershausen, schon mal in Zweibrücken gegen den SV.
Noch eine Pokalgeschichte
Nicht die einzige Handballgeschichte rund um dieses Pokal-Duell. Denn ein Zweibrücker, der zuvor beim SV gespielt hatte, bescherte den Nettelstedtern den Europapokalsieg. Der 26-fache Nationalspieler Harry Keller erzielte 22 Sekunden vor Abpfiff den Treffer zum 17:13-Endstand in der Partie gegen Empor Rostock. 1981 war es gewesen.