Zweibrücken Sturm und Ritter

Der deutsch-russische Pianist Boris Kusnezow spielt am Sonntag, 1. März, 11 Uhr, beim Konzert der Mozartgesellschaft in der Pirmasenser Festhalle Werke von Schumann, Beethoven und Brahms.
Die Karriere des 1985 in Moskau geborenen Pianisten Boris Kusnezow begann 2009, als er beim Deutschen Musikwettbewerb gewann. Zwei Jahre später feierte er sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall und wurde für seine beeindruckende Interpretation von der New York Times hoch gelobt. Kusnezow erhielt erste Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg und in Berlin, beim Grieg-Wettbewerb in Oslo, beim Klavier-Olymp in Kissingen und beim Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb in Berlin. Der erste Teil des Klavier-Rezitals steht im Zeichen von Beethoven. Seine Bagatellen op. 126, eine Sammlung von sechs Charakterstücken, hielt Beethoven selbst für „wahrscheinlich das beste, was ich geschrieben habe“. Der Beiname von Beethovens Sonate d-Moll op. 32 „Der Sturm“ geht auf eine angeblich von Beethoven gemachte Äußerung zurück, die diese Sonate mit Shakespeares Drama „Der Sturm“ in Verbindung bringt. Robert Schumanns „Kinderszenen“ op. 15 zu Beginn des zweiten Teils der Matinee sind, im Gegensatz zu seinem „Album für die Jugend“, nicht Stücke für Kinder, sondern nach seinen Worten „Rückspiegelungen eines Älteren und für Ältere“, also die Darstellung der Kinderwelt aus der Perspektive des Erwachsenen. Viele dieser Miniaturen, die alle programmatische Überschriften tragen, sind sehr populär geworden wie „Die Träumerei“, „Bittendes Kind“, „Ritter vom Steckenpferd“ und viele andere. Zwei gewichtige Kompositionen von Johannes Brahms beenden das Klavier-Rezital: die beiden Rhapsodien op. 79, die sowohl in technischer als auch musikalischer Hinsicht hohe Anforderungen an den Pianisten stellen. (slh/Foto: Fabian Stürtz )