Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Strom und Gas billiger: So viel sparen die Zweibrücker 2026

Stadtwerke-Chef Werner Brennemann (links) und Henning Braun, Leiter Vertrieb und Energiebeschaffung, beim Pressegespräch am Frei
Stadtwerke-Chef Werner Brennemann (links) und Henning Braun, Leiter Vertrieb und Energiebeschaffung, beim Pressegespräch am Freitagmorgen.

Die Stadtwerke senken ihre Preise für Strom und Gas. Trinkwasser wird nächstes Jahr aber teurer. Der Eintritt ins Schwimmbad bleibt gleich.

„Es hat sich alles wieder beruhigt auf dem Energiemarkt“, sagte Stadtwerke-Chef Werner Brennemann am Freitagmorgen in einem Pressegespräch, wenige Stunden nachdem der Aufsichtsrat am Donnerstagabend die Preise fürs nächste Jahr beschlossen hatte. Für die Kunden der Zweibrücker Stadtwerke bedeutet das: Sie müssen nächstes Jahr etwa 10 Prozent weniger für Gas und Strom bezahlen. Ein Durchschnittshaushalt spart aufs Jahr beim Gas 200 Euro, beim Strom 160 Euro. Zusammen sind das 360 Euro oder 30 Euro im Monat. Wer einen Extra-Vertrag mit längerer Kündigungsfrist hat, spart sogar 275 Euro beim Gas und 175 Euro beim Strom – zusammen 450 Euro oder knapp 40 Euro im Monat. In Prozenten ausgedrückt sinken die Preise je nach Vertrag um 10 bis 11 Prozent beim Gas und um 7 bis 10 Prozent beim Strom.

In Neubaugebieten kein Gas mehr

Die Preisbeispiele beziehen sich beim Strom auf einen Drei-Personen-Haushalt, beim Gas auf ein Einfamilienhaus. Es könne aber große Unterschiede geben: Ein top-gedämmtes Haus mit sowieso geringen Heizkosten spart laut Brennemann in Euro ausgedrückt weniger, weil die Kosten ohnehin niedriger sind. In Neubaugebieten verlegten die Stadtwerke schon gar keine Gasleitungen mehr. Dafür würden die Stromleitungen verstärkt, weil die modernen Häuser über Wärmepumpen beheizt würden.

Grund für die Preissenkungen sei, dass die Stadtwerke Gas und Strom mittlerweile wieder günstiger einkaufen können. Außerdem falle die Gasspeicherumlage weg. Brennemann räumt allerdings ein, dass die Preise „immer noch relativ hoch“ seien. Das Niveau vor 2022, vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine, werde nicht erreicht. Zuvor habe man „zu einem extrem niedrigen Preis Gas aus Russland“ bezogen, das nun wegfalle, erläuterte Henning Braun, der den Bereich Energiebeschaffung leitet. Außerdem sei die CO2-Steuer gestiegen. Die Stadtwerke rechnen damit, dass die Preise fürs ganze nächste Jahr stabil bleiben, es sei denn, es gebe Gesetzesänderungen.

Trinkwasser wird teurer

Teurer wird der Grundpreis beim Trinkwasser. Er steigt um 24 Euro, also um zwei Euro pro Monat. Dieser Wert gilt pro Hausanschluss. Wer in einem Haus mit mehreren Wohnungen lebt, teilt sich die Steigerung mit den anderen Parteien. Für den Kubikmeter Wasser zahlen die Kunden weiter zwei Euro. Weil hier nach Hausanschlüssen gezählt wird, haben die Stadtwerke nur 10.000 Wasserkunden, obwohl jeder Zweibrücker sein Trinkwasser von ihnen bezieht. Beim Gas und beim Strom gibt es dagegen die Möglichkeit, Verträge mit anderen Anbietern zu schließen. Dennoch sind die Stadtwerke hier der Platzhirsch: Bei knapp 35.000 Zweibrückern – die zum Teil auch in Mehrpersonenhaushalten wohnen – haben sie 10.000 Gaskunden und 20.000 Stromkunden.

Die Stadtwerke sind auch für die Zweibrücker Schwimmbäder zuständig. Hier kündigt Werner Brennemann an, dass die Eintrittspreise sowohl fürs Hallenbad als auch fürs Freibad 2026 unverändert bleiben.

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