Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Starke Zweibrücker Torfrau Zahm hält den Laden dicht

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„Ich denke, das hätte noch deutlicher ausgehen können – wenn wir unsere freien Chancen mehr genutzt hätten“, sagte Rüdiger Lydorf, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken, nach dem 29:15 (10:5)-Heimsieg am Sonntag gegen das Tabellenschlusslicht HSG TVA/ATSV Saarbrücken.

„Ihr dürft ruhig lachen, ihr habt gewonnen“, hieß es hernach von den Zuschauerrängen in Richtung der SV-Spielerinnen. Der ein oder anderen zwang sich da das Lächeln regelrecht ins Gesicht. Denn es war kein gutes Handballspiel, dass die rund 50 Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Ignaz-Roth-Halle sahen. Dazu gab es auf beiden Seiten einfach zu viele technische Fehler.

Weil sich die Saarbrückerinnen zu Beginn aber mehr davon leisteten und in der 3:2:1-Deckung der Gastgeber kaum eine Lücke fanden, lag Lydorfs Team nach 17 Minuten mit 4:0 vorne. Allein da hätte es schon gut und gerne 7:0 oder 8:0 stehen können. Unter anderem vergaben die Zweibrückerinnen da bereits freie Einwurfchancen beim Gegenstoß und bis zur 23. Spielminute zwei Strafwürfe. Aber bei Saarbrücken war die Unkonzentriertheit eben noch größer. Wie sagte Saarbrückens Trainer David Hoffmann in seiner Auszeit in der 40. Minute: „Wenn wir jedes Mal den Ball einfach wegwerfen und Bälle ständig fallen lassen, wird es ganz schwer.“ Erst mit der Einwechslung von Rückraumspielerin Dana Egler nach etwa einer Viertelstunde besserte sich das etwas.

SV-Keeperin hinter starker Deckung

Dass die Gäste sich nach dem Hinspielsieg in Saarbrücken diesmal nicht gut zurecht fanden, lag auch daran, „dass unsere Deckung gut gestanden hat“, so Lydorf. Das gab Torfrau Annalena Zahm Sicherheit, „die hat prima ins Spiel reingefunden“, lobte der SV-Coach die 24-Jährige. Sie kam in der torarmen ersten Halbzeit bereits auf fünf Paraden, inklusive eines abgewehrten Strafwurfs.

„Wir hatten das Spiel die ganze Zeit im Griff, vor allem in der ersten Halbzeit. Gegen Ende des Spiels waren wir dann nicht mehr ganz so stark“, befand die Aßweilerin, die als Erzieherin in Niederwürzbach arbeitet. Weil vorne Janine Baus sicher traf, setzte sich das gastgebende Team früh ab und hielt den Vorsprung auch bis zum 10:5-Pausenstand.

Ein kleiner Zwischenspurt reicht dann

Zahm hat laut Coach Lydorf in dieser Saison in fast allen Spielen begonnen; auch weil Torfrau-Kollegin Daphne Huber nach der Saison ihre Karriere in der ersten Mannschaft beendet. „Annalena ist klar die Nummer eins. Aber ich schaue natürlich schon, welche Torfrau zu welchem Gegner vielleicht besser passt und auf die Form in Training“, erläutert Lydorf weiter. In großer Form war Annalena Zahm jedenfalls auch nach der Pause. Sieben weitere Paraden kamen noch hinzu, dazu ein weiterer abgewehrter Siebenmeter. Ein kleiner Zwischenspurt des SV-Teams bis zum 18:10 (47.) reichte dann, dass nichts mehr anbrannte.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zahm - Baus (9/1), Kiefer (2/1), Frank (7/2) - Pfeifer, Hilz (1) - Bullacher (1) – Dzialoszynski (5), Zimmermann, Schlicker

HSG TVA/ATSV Saarbrücken: De Agazio, Schäffler (ab 50.) - Maximini (2/1), Boudier, Dillo (4/2) - Emperle (1), Berstecher (2) - Kopp (3) – Egler (7), van Essen, Renner, Eisel

Spielfilm: 3:0 (10.), 4:1 (15.), 7:4 (24.), 10:5 (Halbzeit), 14:9 (38.), 19:11 (48), 22:14 (54.), 25:19 (Ende) - Zeitstrafen: 2:1 - Siebenmeter: 5/3 - 4/2 - Beste Spielerinnen: Zahm, Baus, Frank - Egler - Zuschauer: 53 - Schiedsrichter: Vasek/Esdar (Hunsrück).

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