Zweibrücken Stadtnachrichten: Terex-Mitarbeiter: Plakativer Protest

91-96163318.jpg

John Garrison, den Vorstandsvorsitzenden des US-Konzerns Terex, erwarteten gestern auf dem Weg zum Terex-Werk auf dem Wallerscheid 70 bis 80 Plakate, die Terex-Mitarbeiter am Straßenrand befestigt hatten, um ihren Protest gegen geplante Umstrukturierungen deutlich zu machen. „Mr. Garrison, Demag is Quality made in Germany“, stand da zum Beispiel. „Wir waren uns einig, dass eine weitere Kundgebung, an der Herr Garrison vorbeifährt, wenig bringt. Also haben wir uns für etwas Kreatives entschieden“, berichtete Ralf Cavelius (IG Metall) über die Aktion. Eine Kollegin, die gut Englisch spricht, sei überdies an den Vorstandsvorsitzenden herangetreten, um ihn über den Willen der Zweibrücker Terex-Mitarbeiter zu informieren. Wie mehrfach berichtet, will der US-Konzern 250 bis 500 der 1600 Stellen in Zweibrücken streichen und das Werk in Bierbach schließen. Sorgen macht sich Cavelius über die Zukunft der 110 Schweißer im Werk Bierbach. Zwar habe der Zweibrücker Standortleiter Klaus Beulker am Montag geäußert, dass möglicherweise auf betriebsbedingte Kündigungen in der Produktion verzichtet wird. Allerdings sei noch vieles offen − gerade, was die Schweißer in Bierbach betrifft. „Was machen die zukünftig? Welcher Arbeit gehen sie nach? Für wie lange? Das sind Fragen, die ich mir stelle“, sagt Cavelius. Terex-Personalchef Frank Schättle bestätigte gestern auf Nachfrage, dass die Auftragslage des Unternehmens sich derzeit besser darstellt als angenommen. So führe die Aufgabe des französischen Terex-Werks Montceau-les-Mines dazu, dass die Challenger-Kräne, die bisher in Frankreich hergestellt wurden, künftig in Zweibrücken produziert werden. Auch der Auftrag für den neuen 45er City-Kran gehe nach Zweibrücken. Nun müsse man sehen, wie die Veränderungen bei Terex über die Bühne zu bringen sind. Das Werk Bierbach werde geschlossen. Wohin die dortigen Mitarbeiter versetzt werden, sei noch nicht geklärt. Sicher sei, „dass wir hier sind, und dass wir hier weiter Kräne bauen“, so der Personalchef. |mefr

x