Tischtennis
Stadtmeistertitel bleibt in der Familie Erb
Den ganz großen Anreiz bieten die Stadtmeisterschaften im Tischtennis kurz vor dem Saisonbeginn anscheinend nicht für die Spielerinnen der Stadt. Das wurde bei dem Turnier am Wochenende in der Zweibrücker Albert-Schweitzer-Grundschule wieder deutlich. Dennoch gab es immerhin eine Damen-Konkurrenz.
Es waren Stadtmeisterschaften, die erwartungsgemäß überwiegend von einem Verein dominiert wurden. Die Titel heimste zumeist der SV Mörsbach ein, der dank seiner guten Nachwuchsarbeit immer mehr zu Erfolgen kommt. Die Teilnehmerfelder allerdings waren, wie nach den Vorjahren fast zu erwarten, nicht ganz so gut gefüllt, obgleich auf den letzten Drücker doch noch einige Spieler und Spielerinnen meldeten. Spielberechtigt waren bei den Stadtmeisterschaften Akteure des TV Ixheim, TTC Mittelbach, SV Mörsbach, TTC Viktoria Niederauerbach, BTTF Zweibrücken und der VT Zweibrücken.
Vier Damen am Start
Mit mehr als 30 Teilnehmern war es noch eine der besser besuchten Stadtmeisterschaften. Auch eine Damenkonkurrenz konnte stattfinden. Bis zuletzt hatte sich nur Mona Bödeker (SV Mörsbach) gemeldet. Mit am Ende vier Teilnehmerinnen war das Feld der Damen dann doch – im Verhältnis zu den Vorjahren – gut besucht. Teilweise gab es in den Vorjahren gar keine Damen-Konkurrenz. Insbesondere die Nachwuchsklassen waren bei dem Turnier gut besetzt.
Neun Spieler nahmen an der Herren-B-Klasse teil. Darunter auch Lukas Erb (BTTF Zweibrücken). Der studierte Theologe, der zur Zeit als kaufmännischer Mitarbeiter angestellt ist, war von Beginn an begeistert, bei den Stadtmeisterschaften mitzuspielen. „Ich habe einfach Spaß am Tischtennis, auch weil ich gerne in einer Konkurrenz spiele. Es ist schon wichtig, immer mal wieder gegen verschiedene Gegner zu spielen“, sagt der 30-jährige Erb.
Lukas Erb geht es um Spielpraxis
Doch er kann auch anderseits nachvollziehen, weshalb nicht ganz so viele Spieler gemeldet haben. „Natürlich freut man sich darüber Stadtmeister zu werden. Aber es ist für mich nicht der Reiz, das Turnier zu gewinnen, sondern es geht mir darum einfach nur Spielpraxis zu sammeln“, sagt Erb, dessen Bruder Johannes (TV Ixheim) kurzfristig an dem Turnier teilnahm. Auch war Lukas Erb bemüht, im Verein noch weitere Teilnehmer zu mobilisieren. „Ich habe im Training schon noch einige gefragt, ob sie mitmachen wollen, aber die Resonanz war nicht so groß.“
Die Teilnahme von Lukas Erb war durchaus erfolgreich. In der Gruppenphase gewann er all seine Partien, siegte auch im Duell gegen Bruder Johannes in fünf Sätzen. Im Halbfinale gegen Lijan Diehl (SV Mörsbach) kassierte er dann jedoch eine Viersatzniederlage. „Ich bin sehr zufrieden. Meinem Empfinden nach habe ich gut gespielt. Leider ging mir im Halbfinale etwas die Puste aus und ich musste mich geschlagen geben“, meinte Erb nach dem Turnier. Im Hause Erb blieb der Titel des Stadtmeisters dennoch, weil sein Bruder Johannes Erb im Endspiel in drei Sätzen gegen Lijan Diehl gewann.
Stadtmeister wurden: Aaron Morgenthaler (BTTF Zweibrücken/Schüler/Schülerinnen bis 11 Jahre), Linus Jung (SV Mörsbach/gemischte Jugend), Lijan Diehl/Mona Bödeker (beide SV Mörsbach/gemischte Jugend), Mona Bödeker (SV Mörsbach/Damen), Lijan Diehl/Linus Jung (beide SV Mörsbach/Herren Doppel-B-Klasse), Johannes Erb (TV Ixheim/Herren B-Klasse), Jörg Krauss/Peter Stephan (beide SV Mörsbach/Herren Doppel-A-Klasse) und Jörg Krauss (SV Mörsbach/Herren A-Klasse). Im Finale der A-Klasse gewann Krauss gegen Peter Stephan (SV Mörsbach) in drei Sätzen.