Zweibrücken Stadtmagazin: Aktuell 317 Heimplätze in Zweibrücken

Die Landebahn dient nun beispielsweise sogenannten Erlkönigen ? neuen Autos mit Tarnlackierung ? als Teststrecke.
Die Landebahn dient nun beispielsweise sogenannten Erlkönigen ? neuen Autos mit Tarnlackierung ? als Teststrecke.

Während Gerhard Burkei (Die Linke) durch ein weiteres Pflegeheim auf dem Parkbrauereigelände wirtschaftliche Risiken für die Stadt sieht, ist Dirk Schneider (SPD) der Meinung, dass nach dem Bau der Pflegeheime in der Canada-Siedlung und auf dem Brauereigelände keine Überkapazität in Zweibrücken herrschen wird. In der Stadtratssitzung am Mittwochabend wies Burkei darauf hin, dass es Fälle geben kann, bei denen das städtische Sozialamt finanziell einspringen muss. Wenn etwa Senioren von außerhalb der Stadt ins betreute Wohnen einziehen und später ins Pflegeheim wechseln, müsse das Sozialamt die Kosten übernehmen, die die Senioren nicht selbst aufbringen können. Das könne den städtischen Haushalt zusätzlich belasten, befürchtet Burkei. Wenn Senioren von außerhalb der Stadt direkt ins Pflegeheim einziehen, ist jedoch der letzte Wohnort in der Zahlungspflicht. Dirk Schneider sieht auch künftig keine Überkapazität an Pflegeplätzen in Zweibrücken: „Ich bin überzeugt, dass die Stadt mal mit bis zu 20 Pflegeplätzen pro 1000 Einwohner planen muss.“ Bei derzeit gut 34 000 Einwohnern wären das 680 Plätze. Schneider wollte von der Verwaltung wissen, wie viele Zweibrücker Senioren, für die die Stadt zahlen muss, außerhalb in Pflegeheimen betreut werden. Bürgermeister Christian Gauf hatte die Zahl parat: „Es sind derzeit 83 Personen außerhalb der Stadt untergebracht.“ Und in Zweibrücken gebe es aktuell 317 Heimplätze. Der im Herbst 2006 mit dem Beginn der Linienflüge nach Berlin durchgestartete Verkehrsflughafen Zweibrücken ist seit gestern auch formell Geschichte. Der dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium unterstellte Landesbetrieb für Mobilität hat der Triwo die Genehmigung für den Betrieb eines Sonderlandeplatzes für Maschinen bis 14 Tonnen Abfluggewicht und Hubschrauber erteilt. Sie trat gestern in Kraft. Die Triwo rechnet aufgrund der beiden angesiedelten Flugzeugwerften, alter und neuer Chartergesellschaften, Flugschulen, des Aeroclubs Bexbach und Ambulanzflügen mit 11 000 Flugbewegungen in diesem Jahr. Nach Anmeldung kann die Startbahn innerhalb von 15 bis 20 Minuten freigegeben werden. Auch ein begrenzter Nachtflugbetrieb zwischen 22 und 6 Uhr ist möglich. Wie Triwo-Vorstand Peter Adrian sagt, hält man an einem bedeutenden Flugbetrieb fest, investiere auch gerade in die Ausweisung eines Hubschrauberlandeplatzes und eines GPS-gestützten Anflugsystems. Darüber hinaus biete sich das 2014 erworbene Areal besonders als künftiger Schwerpunkt der Automobilindustrie an − mit Teststrecken, aber auch der Ansiedlung von Forschungsinstituten, Entwicklern und Produzenten.

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