Saarbrücken Stadt räumt Obdachlosen-Zelte: „Fehlt an jeglichem Gewissen“
Die Stadt Saarbrücken ließ am Montagmorgen vier Zelte räumen. Dort hatte eine Gruppe von Obdachlosen an der Westspange Unterkunft gefunden. Der Grund: Wildcamping auf öffentlichem Gelände ist illegal. SPD, Grüne und Linke im Saarbrücker Stadtrat kritisierten das Vorgehen scharf. Sie stellten am Dienstag Antrag auf eine Sondersitzung des Sozialausschusses, um zu klären, wie mit Obdachlosen umgegangen werde. Gerade, weil am Montagmorgen heftiger Sturm, Kälte und Regen wüteten, finden die drei Parteien das Vorgehen fraglich. Die SPD spricht von einer „Vertreibung“. Auch der Landtagsabgeordnete Timo Ahr sprach in der Landespressekonferenz von einem „kleinen Skandal“. Hermann Schell, Vereinschef der Wärmestuben, findet, die Stadt hätte sich einen anderen Zeitpunkt für die Räumung aussuchen können.