Tischtennis
Sommer-Team-Cup als Perspektive für den Re-Start?
Schon seit Oktober ist mit dem sogenannten „Weihnachts-Lockdown“ das Tischtennisspielen in Training und Meisterschaftsspielen eingestellt worden. Turniere an Steinplatten in Schulhöfen kommen nun in Mode, weil sie zurzeit die einzige Alternative sind. Darüber hinaus gedulden sich die Spieler mit Online-Training und Stabilisationsübungen.
„Für einen Re-Start sollen die Spieler und Spielerinnen nicht bis zur nächsten Spielzeit warten müssen, wenn die Hallen vorher wieder geöffnet werden“, sagen die Veranstalter des Sommer-Team-Cups, für den der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) als Durchführender fungiert. Dabei handelt es sich um einen Mannschaftswettbewerb, der Spielern die Möglichkeit bieten soll, trotz anhaltender Pandemie wieder an die Platte zurückzukehren. Das Turnierformat wird ungemein flexibel gehalten. „Voraussetzung für die Durchführung ist, dass die Pandemielage und die lokalen Hygienekonzepte solche Wettkämpfe erlauben und die Hallen wieder geöffnet sind“, sagen die Veranstalter.
Mit „Champions-Gruppen“
Mitspielen dürfen alle spielberechtigten Akteure, die einen Spielstärkewert von maximal 1900 QTTR-Punkten und einen kostenlosen Account bei der Internet-Ergebnisplattform myTischtennis.de haben. Am Spielstärkewert dürfte das in der Region Zweibrücken bei kaum einem Spieler scheitern. Selbst die besten Akteure weisen kaum mehr als 1800 Punkte auf. Teams dürfen unabhängig von der Vereinszugehörigkeit, Geschlecht und Alter formiert werden. Mindestens drei und maximal sechs Spieler darf eine Mannschaft umfassen. Es gibt zwei Leistungsklassen, die nach Spielstärken eingeordnet sind.
Sebastian Kranitz: Im Freien eher denkbar
Für den Turnierauftakt werden die Mannschaften in Vierergruppen eingeteilt, die nach geografischen Gesichtspunkten zusammengestellt werden. Jede Mannschaft spielt einmal gegen jedes andere Team. Nach Abschluss der ersten Runde werden die Erst- und Zweitplatzierten, unter Berücksichtigung möglichst kurzer Fahrtwege, in neue Gruppen (sogenannte „Champions-Gruppen“) eingeteilt. Analog dazu werden auch die Dritt- und Viertplatzierten neu zusammengestellt. Gespielt wird ohne Doppel, jeder Spieler bestreitet zwei Einzel. Anmelden kann man sich ab 17. Mai. Der Meldeschluss und der Turnierbeginn stehen noch nicht fest. Sollte es die Pandemielage zulassen, könnte es danach auch noch Regional- und Bundesfinalturniere geben.
„Das Turnier ist eine gute Idee. Ich glaube aber nicht, dass es zustande kommt“, sagt der
Kranitz sieht daneben aber durchaus die Option, dass Turnier im Freien durchzuführen, wenn es nicht anders möglich ist. „Das wäre für mich auf jeden Fall denkbar. Ich glaube aber, dass viele Spieler damit ein Problem hätten. Da wäre der Wind schon ein Thema“, fügt Kranitz an. Als Bezirksverantwortlicher oder auch Sportwart des 1. TTC Pirmasens möchte er ein solches Turnier derzeit aber nicht austragen und sieht bei der Durchführung größere Probleme. „Vor allem, was das Hygienekonzept für so ein Turnier angeht. Auch bei den Helfern hätten wir ein Problem, da sicher 95 Prozent aller Helfer nicht zur Verfügung stehen würden“, meint Kranitz.
Julia Dieter: eine schöne Idee
„Davon abgesehen, dass ich zu dieser Zeit Tennis spiele, finde ich die Idee ganz schön, mal wieder recht ungezwungen Turnierluft zu schnuppern“, sagt
Dass beim Sommer-Team-Cup allerdings der große Spaßfaktor aufkommt, bezweifelt die TTC-Akteurin. Schon während der nun abgebrochenen Saison stellte Dieter immer wieder fest, dass mit Maske, Hygienekonzept und Co. der sportliche Spaß leidet. „Und es bleibt natürlich schwierig, weil in Hallen auch zu dieser Zeit bestimmt weiter strengere Konzepte eingehalten werden müssen“, meint Dieter. Sie selbst würde, aufgrund der dann laufenden Tennissaison, auf eine Turnierteilnahme verzichten.